Pallade Veneta - Bildungsministerin Prien befürwortet bundesweite Sprachtests für Vierjährige

Bildungsministerin Prien befürwortet bundesweite Sprachtests für Vierjährige


Bildungsministerin Prien befürwortet bundesweite Sprachtests für Vierjährige
Bildungsministerin Prien befürwortet bundesweite Sprachtests für Vierjährige / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien (CDU) befürwortet bundesweite Sprachtests für Vierjährige. Je nach Ergebnis solle es dann vor der Einschulung "bei Bedarf eine verpflichtende Sprachförderung" geben, sagte Prien der "Welt am Sonntag". Allerdings sei die Entscheidung darüber Sache der Länder, ebenso wie auch die mögliche Einführung einer Kita-Pflicht. Auch diese hätte aber "aus meiner Sicht Vorteile", sagte Prien.

Textgröße ändern:

"Eine Alternative ist eine vorgezogene Schulpflicht für Kinder mit besonderem Förderbedarf, wie einige Länder sie bereits haben oder gerade einführen", sagte die Ministerin weiter. "Die Notwendigkeit, dass wir beim Übergang zwischen Kita und Schule mehr tun müssen, sehen inzwischen alle Bildungsminister. Dieses Eisen muss jetzt geschmiedet werden."

Generell betonte Prien allerdings die Erziehungsverantwortung der Eltern für ihre Kinder. "Bildung und Erziehung fangen in der Familie an, das ist zuletzt vielleicht ein bisschen in Vergessenheit geraten", sagte sie der Zeitung. "Ein Staat, der alles leisten will in diesem Bereich, wird immer überfordert sein."

Kinder mit schlechteren Startchancen seien jedoch heute eher die Regel als die Ausnahme. "Deshalb wird es immer häufiger notwendig, bildungskompensatorisch tätig zu werden", gab die CDU-Politikerin auch zu bedenken. Dies werde aber "nur funktionieren, wenn Eltern, Kita und Schule besser zusammenarbeiten".

Prien kritisierte, dass Kinder in den ersten Lebensjahren häufig keine hinreichende Aufmerksamkeit ihrer Eltern mehr bekommen würden, "weil die mit ihrem Smartphone beschäftigt sind". Die Auswirkungen seien dramatisch. "Kinder können sich nicht gesund entwickeln, wenn sie von den Eltern keinen Augenkontakt und keine mimischen Antworten mehr bekommen", warnte die Ministerin. Zudem werde 40 Prozent der Kinder nicht mehr vorgelesen.

Erneut sprach sich Prien für ein Handyverbot an Grundschulen aus. Sie erinnerte daran, dass sie 2023 als erste Landesministerin ein solches Verbot eingeführt habe. Damals sei sie "noch als rückständig und technikfeindlich beschimpft worden". Inzwischen habe aber "die Debatte eine große Dynamik entwickelt, weil wir sehen, wie sehr Konzentrationsfähigkeit und Kommunikationsfähigkeiten unter zu hohen Bildschirmzeiten leiden."

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Trumps Milliardenklage gegen die BBC: Verhandlungstermin auf Februar 2027 festgelegt

Im milliardenschweren Rechtsstreit von US-Präsident Donald Trump gegen die britische Rundfunkanstalt BBC hat ein US-Bundesrichter den Termin für die Verhandlung auf den Februar 2027 festgelegt. Richter Roy Altman bestimmte am Dienstag als Datum den 15. Februar 2027.

Narren und Jecken am Rhein feiern Beginn von Straßenkarneval mit Weiberfastnacht

Mit "Alaaf" und "Helau" haben zehntausende Narren und Jecken in den rheinischen Karnevalshochburgen am Donnerstag den Beginn des Straßenkarnevals gefeiert. Pünktlich um 11.11 Uhr begann unter anderem in Köln, Düsseldorf und Mainz die Hochphase des Karnevals mit der Weiberfastnacht. Allein in Köln und Düsseldorf werden in den kommenden Tagen hunderttausende feiernde Jecken erwartet.

Start der Berlinale: Weimer nennt Filme "Waffen im Kampf um Freiheit und Menschenwürde"

Zur Eröffnung des Filmfestivals Berlinale am Donnerstag hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) Filme als "Waffen im Kampf um Freiheit und Menschenwürde" bezeichnet. Drehbuch, Kamera und Leinwand seien keine bloßen Kunst-Utensilien, erklärte er in Berlin. "Kunstfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Diktatoren hassen den freien Geist." Deshalb sei es so wichtig, die Filme verfolgter Künstlerinnen und Künstler zu zeigen, betonte Weimer.

Straßenkarneval im Rheinland beginnt mit Weiberfastnacht

Narren und Jecken in den rheinischen Karnevalshochburgen feiern am Donnerstag den Beginn des Straßenkarnevals. Um 11.11 Uhr beginnt unter anderem in Köln, Düsseldorf und Mainz die Hochphase des Karnevals mit der Weiberfastnacht. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Allein in Köln und Düsseldorf werden in den kommenden Tagen hunderttausende feiernde Jecken erwartet.

Textgröße ändern: