Pallade Veneta - Mutmaßliches Wikingergrab aus dem 10. Jahrhundert in Dänemark entdeckt

Mutmaßliches Wikingergrab aus dem 10. Jahrhundert in Dänemark entdeckt


Mutmaßliches Wikingergrab aus dem 10. Jahrhundert in Dänemark entdeckt
Mutmaßliches Wikingergrab aus dem 10. Jahrhundert in Dänemark entdeckt / Foto: James Brooks - AFP

Bei Bauarbeiten in Dänemark sind rund 30 mutmaßliche Wikingergräber aus dem 10. Jahrhundert entdeckt worden. Wie das in der Nähe von Aarhus gelegene Museum Moesgaard am Dienstag mitteilte, handelt es sich bei den zufällig entdeckten Gräbern möglicherweise um die letzte Ruhestätte einer adligen Familie, die im Dienst des legendären Wikingerkönigs Harald Blauzahn stand. Darauf ließen wertvolle Grabbeigaben wie Perlen, Münzen, Keramik und eine Schatulle mit Goldfäden schließen.

Textgröße ändern:

In der Nähe des Fundorts im nördlich von Aarhus gelegenen Lisbjerg waren Ende der 1980er-Jahre die Reste eines Gutshofes einer adligen Wikingerfamilie gefunden worden. Die jetzt gefundenen Gräber lägen weniger als einen Kilometer von dieser Ausgrabungsstätte entfernt, weswegen diese vermutlich ebenfalls zu der Familie gehörten, sagte Museums-Archäologe Mads Ravn. Das Familienoberhaupt war demnach vermutlich ein Graf oder Landverwalter im Dienst von König Blauzahn.

Der Wikinger gilt als Begründer der dänischen Monarchie, die eine der ältesten der Welt ist. Blauzahn ließ sich taufen und führte das Christentum in Dänemark ein. Aarhus war während der vom achten bis ins elfte Jahrhundert andauernden Wikingerzeit ein bedeutendes Zentrum. Eine Straße verband den Fundort Lisbjerg mit der Stadt.

Bei den Gräbern in der Ausgrabungsstätte handelt es sich laut Museum um eine heidnische Ruhestätte aus der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts. In einem der Gräber, das vermutlich einer sozial hochrangigen Frau gehörte, fanden die Forscher demnach eine Schatullen mit dekorativen Objekten und eine Schere - laut Ravn ein "sehr seltener" Fund. Von Schatullen dieser Art seien bisher kaum eine Handvoll ausgegraben worden. Neben den Grabbeigaben fanden die Forscher menschliche Überreste wie Zähne und Knochen.

Die Ausgrabungsarbeiten in Lisbjerg sollen nach Museumsangaben im Laufe der Woche beendet werden. Durch genauere Untersuchungen etwa des gefundenen Holzes könne dann das genaue Alter der Gräber bestimmt werden.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Tötung von Journalistin in Nordirland: Drei Männer vom Mord-Vorwurf freigesprochen

Im Fall einer vor mehr als sieben Jahren bei Ausschreitungen in Nordirland getöteten Journalistin sind drei Männer vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Der Freispruch erging am Freitag durch einen Richter in Belfast nach mehr als zweijährigem Prozess. Die 29-jährige Reporterin Lyra McKee war im April 2019 in der nordirischen Stadt Derry - auch bekannt als Londonderry - erschossen worden.

250-Jahr-Feiern: Trump besucht am Freitag Nationaldenkmal Mount Rushmore

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA besucht Präsident Donald Trump am Freitag das Nationaldenkmal Mount Rushmore (geplante Ankunft Samstagfrüh MESZ). Das Denkmal zeigt die in den Berg gemeißelten Porträts von vier früheren Präsidenten: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Trump-Anhänger fordern, dort auch den 80-Jährigen zu verewigen. Geologen halten den Berg jedoch für zu porös.

Verlag: 800.000 Bücher bei russischem Angriff auf Kiew verbrannt

Bei den jüngsten russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben eines Verlages etwa 800.000 Bücher verbrannt. Das Hauptlagerhaus seines Logistikpartners sei zerstört werden, teilte der Verlag BookChef Publishing am Donnerstag im Onlinedienst Telegram mit. Dabei sei der größte Teil der Auflage verbrannt. Mitarbeiter seien aber nicht zu Schaden gekommen.

Sänger Bill Kaulitz leidet unter Schlafproblemen

Der Sänger und Podcaster Bill Kaulitz leidet unter Schlafproblemen. "Bei mir sind es schlimme Alpträume", sagte der 36-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch. "Ich schlafe ganz schlecht." Wiederkehrende Träume habe er nicht, mit einer Ausnahme: "Der alte Alptraum mit der Hexe - die hat hinter unserem Spielzeugkorb gewohnt", sagte der Tokio-Hotel-Sänger.

Textgröße ändern: