Pallade Veneta - Großer Polizeieinsatz in Bayern: Tausende strömen zu früherem Wohnort von Youtuber

Großer Polizeieinsatz in Bayern: Tausende strömen zu früherem Wohnort von Youtuber


Großer Polizeieinsatz in Bayern: Tausende strömen zu früherem Wohnort von Youtuber
Großer Polizeieinsatz in Bayern: Tausende strömen zu früherem Wohnort von Youtuber / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Mehrere tausend Menschen haben sich am Samstag nach Aufrufen in sozialen Medien am ehemaligen Wohnort eines Youtubers im bayerischen Emskirchen versammelt und einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei in Nürnberg mitteilte, verhinderten Einsatzkräfte "ein Vordringen der jungen, überwiegend männlichen Personen in den Gemeindeteil Altschauerberg". In der Spitze seien rund 4000 Menschen geschätzt worden. Ein 16-Jähriger wurde vorläufig festgenommen.

Textgröße ändern:

Außerdem leitete die Polizei Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen etwa 100 Anwesende ein. Nach Angaben der Beamten von Samstagabend kam es zu einer Beleidigung, einem Fall von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und einer Sachbeschädigung. Ferner wurde ein 20-Jähriger von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, nachdem er sich beim Einbruch in eine Jagdhütte an einer eingeschlagenen Fensterscheibe eine stark blutende Schnittwunde zuzog.

Die Aktion galt dem ehemaligen Wohnort eines als Drachenlord bekannten Youtubers, der seit Jahren von selbsternannte Gegnern im Internet angefeindet wird. Im Rahmen der eskalierenden Konfrontation zwischen dem Mann und sogenannten Hatern gab es immer wieder Zwischenfälle und Versammlungen vor dessen Haus, häufig musste die Polizei einschreiten. Berichten zufolge zog der Youtuber 2023 aus Altschauerberg weg, sein Haus wurde abgerissen.

Nach Polizeiangaben erließ die Gemeinde aufgrund von vergangenen Erfahrungen nach Bekanntwerden der Mobilisierung für Samstag eine Allgemeinverfügung, die unter anderem Versammlungen von mehr als acht Menschen verbot. Dennoch trafen sich zahlreiche Menschen ab Samtagnachmittag an einem Supermarkt in Emskirchen und machten sich zu Fuß auf den Weg in Richtung Altschauerberg. Die Polizei zog massive Kräfte zusammen, darunter auch eine Reiterstaffel.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Tilly zu Moskauer Urteil: Das ist "zusätzliche Motivation"

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly hat gelassen auf seine Verurteilung in Abwesenheit durch ein russisches Gericht reagiert. "Solange das Grundgesetz hier in Deutschland gültig ist und ich nicht in Länder reise, wo es wirklich gefährlich werden kann, solange trifft mich das Urteil eigentlich nicht", sagte Tilly am Donnerstag dem Sender Phoenix. Das Urteil von achteinhalb Jahren Haft sei im Gegenteil auch "eine kleine zusätzliche Motivation".

Nachtflug nach L.A.: John Travolta stellt Regie-Debüt in Cannes vor

Der Filmstar und Hobby-Pilot John Travolta stellt seinen ersten Film als Regisseur beim diesjährigen Filmfestival in Cannes vor. Der Film erzähle die Geschichte eines Achtjährigen, der zum ersten Mal in einem Flugzeug reise, teilten die Organisatoren des Festivals am Donnerstag in Paris mit. Er basiere auf einem Buch, das Travolta 1997 veröffentlicht habe. Travolta hatte die Geschichte für seinen ältesten Sohn Jett geschrieben, der seit seiner Kindheit an Krampfanfällen litt und 2009 starb.

Social-Media-Verbot für Kinder: Indonesien verwarnt Google und Meta abermals

Wenige Tage nach Inkrafttreten eines Social-Media-Verbots für Kinder in Indonesien haben die dortigen Behörden die US-Tech-Giganten Google und Meta schon zum zweiten Mal wegen Nichteinhaltung des Gesetzes vorgeladen. Das Kommunikations- und Digitalministerium in dem südostasiatischen Land warnte die Mutterkonzerne von Plattformen wie Youtube und Facebook am Donnerstag vor "Sanktionen", sollten die beiden Unternehmen sich weiter nicht an das Gesetz halten.

US-Richter stoppt Trumps Ballsaal am Weißen Haus

Ein US-Bundesrichter hat einen Baustopp für den von US-Präsident Donald Trump geplanten Ballsaal am Weißen Haus angeordnet. Für das Projekt fehle dem Präsidenten die Zustimmung des Kongresses, urteilte der Richter Richard Leon am Dienstag in Washington. Trump sei "nicht der Eigentümer" des Weißen Hauses, schrieb Leon zur Begründung. Der Richter gab damit einer Klage der Nationalen Stiftung für Denkmalpflege statt.

Textgröße ändern: