Pallade Veneta - 300 Jahre alte Geige bekommt Auftritt bei Londoner Musikfestival

300 Jahre alte Geige bekommt Auftritt bei Londoner Musikfestival


300 Jahre alte Geige bekommt Auftritt bei Londoner Musikfestival
300 Jahre alte Geige bekommt Auftritt bei Londoner Musikfestival / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Eine 300 Jahre alte Geige aus dem früheren Besitz des berühmten Komponisten Niccolo Paganini bekommt Ende August einen Auftritt in London. "Das ist ohne Zweifel eines der großartigsten Instrument, die je hergestellt wurden", schwärmt der südkoreanische Violinist Inmo Yang, der die Geige in der kommenden Woche beim klassischen Musikfestival BBC Proms spielt.

Textgröße ändern:

Die Violine ist unter dem Namen "Carrodus" bekannt und zählt zu den nur rund 150 Geigen des italienischen Instrumentenbauers Giuseppe Guarneri del Gesu, die heute noch existieren. Der Förderverein Stretton Society hatte die Geige im Juni für 20 Millionen Dollar (rund 17 Millionen Euro) gekauft und verleiht sie für den Auftritt an Yang.

Der 30-Jährige kann sein Glück kaum glauben. "Ich fühle mich verpflichtet, gut auf das Instrument aufzupassen und ihm einen schönen Klang zu entlocken - damit die Menschen verstehen, dass es sich lohnt, diese Instrumente zu spielen, anstatt sie im Tresor in einem Museum aufzubewahren", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. "Der Gedanke, dass Paganini dieses Instrument benutzt hat, ist irgendwie spirituell."

Die Geige stammt aus dem Jahr 1743 aus dem Ort Cremona im Norden Italiens. Geigenbauer Guarneri zählte neben dem Italiener Antonio Stradivari zu den wichtigsten Meistern seines Fachs. Anders als Stradivaris Geigen seien Guarneris Instrumente nicht für Kirchen oder den Adel gebaut worden, sondern mit ihren tiefen und klangvollen Tönen für die Musiker selbst, erklärte der Mitbegründer der Stretton Society, Stephan Jansen.

Yang wird in der Londoner Royal Albert Hall die Carmen-Fantasie von Pablo de Sarasate spielen. Das etwa zwölfminütige Stück nimmt Melodien der bekannten Oper "Carmen" von George Bizet auf. Der Klang der ihm anvertrauten Geige sei "ziemlich unberechenbar", sagte Yang. Dadurch komme der "starke, manchmal kokette Charakter der Figur Carmen" zum Ausdruck.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Tilly zu Moskauer Urteil: Das ist "zusätzliche Motivation"

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly hat gelassen auf seine Verurteilung in Abwesenheit durch ein russisches Gericht reagiert. "Solange das Grundgesetz hier in Deutschland gültig ist und ich nicht in Länder reise, wo es wirklich gefährlich werden kann, solange trifft mich das Urteil eigentlich nicht", sagte Tilly am Donnerstag dem Sender Phoenix. Das Urteil von achteinhalb Jahren Haft sei im Gegenteil auch "eine kleine zusätzliche Motivation".

Nachtflug nach L.A.: John Travolta stellt Regie-Debüt in Cannes vor

Der Filmstar und Hobby-Pilot John Travolta stellt seinen ersten Film als Regisseur beim diesjährigen Filmfestival in Cannes vor. Der Film erzähle die Geschichte eines Achtjährigen, der zum ersten Mal in einem Flugzeug reise, teilten die Organisatoren des Festivals am Donnerstag in Paris mit. Er basiere auf einem Buch, das Travolta 1997 veröffentlicht habe. Travolta hatte die Geschichte für seinen ältesten Sohn Jett geschrieben, der seit seiner Kindheit an Krampfanfällen litt und 2009 starb.

Social-Media-Verbot für Kinder: Indonesien verwarnt Google und Meta abermals

Wenige Tage nach Inkrafttreten eines Social-Media-Verbots für Kinder in Indonesien haben die dortigen Behörden die US-Tech-Giganten Google und Meta schon zum zweiten Mal wegen Nichteinhaltung des Gesetzes vorgeladen. Das Kommunikations- und Digitalministerium in dem südostasiatischen Land warnte die Mutterkonzerne von Plattformen wie Youtube und Facebook am Donnerstag vor "Sanktionen", sollten die beiden Unternehmen sich weiter nicht an das Gesetz halten.

US-Richter stoppt Trumps Ballsaal am Weißen Haus

Ein US-Bundesrichter hat einen Baustopp für den von US-Präsident Donald Trump geplanten Ballsaal am Weißen Haus angeordnet. Für das Projekt fehle dem Präsidenten die Zustimmung des Kongresses, urteilte der Richter Richard Leon am Dienstag in Washington. Trump sei "nicht der Eigentümer" des Weißen Hauses, schrieb Leon zur Begründung. Der Richter gab damit einer Klage der Nationalen Stiftung für Denkmalpflege statt.

Textgröße ändern: