Pallade Veneta - Chinas Internetbehörde kündigt Kampagne gegen "böswillige" Beiträge an

Chinas Internetbehörde kündigt Kampagne gegen "böswillige" Beiträge an


Chinas Internetbehörde kündigt Kampagne gegen "böswillige" Beiträge an
Chinas Internetbehörde kündigt Kampagne gegen "böswillige" Beiträge an / Foto: ADEK BERRY - AFP/Archiv

Peking hat ein hartes Vorgehen gegen "böswillige" Inhalte in Onlinediensten angekündigt. Wie die chinesische Internetbehörde CAC am Montag mitteilte, sollen im Rahmen einer zweimonatigen Kampagne als schädlich eingestufte Onlinebeiträge bekämpft werden, die "zu Konflikten anstiften" oder "negative Lebenseinstellungen wie Lebensüberdruss" propagieren. Die Ankündigung folgt auf eine Reihe von Strafmaßnahmen gegen chinesische Onlineplattformen. Wann genau das verschärfte Vorgehen beginnt, wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

Textgröße ändern:

China verlangt von Onlinediensten eine strikte Moderation und Kontrolle ihrer Inhalte, um subversive, vulgäre, pornografische oder allgemein als schädlich eingestufte Beiträge zu unterbinden.

Am Samstag waren laut CAC bereits "Disziplinar- und Strafmaßnahmen" gegen den chinesischen Onlinedienst Weibo und die Streaming-Plattform Kuaishou in Kraft gesetzt worden. Die Internetbehörde warf den Plattformen einen übermäßigen Fokus auf Nachrichten über Prominente und "unerwünschte" Inhalte vor. Auch der Instagram-ähnliche Onlinedienst Xiaohongshu war im September mit Strafmaßnahmen belegt worden.

Die nun angekündigte Kampagne richtet sich laut CAC gegen mehrere Problemfelder: Die Verbreitung von "Gerüchten" über Wirtschaft, Finanzen, Soziales oder Politik soll unterbunden werden. Zudem soll solle es unterlassen werden, "Identität, Region oder Geschlecht zwangsweise mit anderen Informationen in Verbindung zu bringen" und auf diese Weise zu stigmatisieren oder künstlich aufzubauschen, hieß es in der Erklärung der CAC. In der Praxis könnte dies ein hartes Durchgreifen gegen Beiträge über Diskriminierung bedeuten.

Auch gegen "übertrieben dargestellte Einzelfälle zur Förderung einer negativen Einstellung wie Lebensüberdruss" soll vorgegangen werden. Dieser Punkt könnte eine Anspielung auf unter jungen Chinesinnen und Chinesen verbreitete Lifestyle-Trends sein, die ein entspanntes Leben gegenüber harter Arbeit vorziehen.

Das harte Durchgreifen der CAC ziele insgesamt darauf ab, "ein zivilisierteres und rationaleres Online-Umfeld zu fördern", hieß es in der Erklärung.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Urteil zu Privatgrundstück bei Google Earth: Eigentümer haben Widerspruchsrecht

Widerspricht der Eigentümer eines Privatgrundstücks der Veröffentlichung von Satellitenbildern bei den Google-Diensten Maps oder Earth, dürfen diese einem Urteil aus Hessen zufolge nicht publiziert werden. Das Unternehmen muss die Veröffentlichung unterlassen, wie das Landgericht Frankfurt am Main am Dienstag mitteilte. Die Veröffentlichung verletze den Kläger in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht. (Az.: 2-03 O 388/25).

"Warum tötet ihn keiner": Geldstrafe wegen Verunglimpfung von Bundespräsident

Wegen Verunglimpfung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist ein Mann in Rheinland-Pfalz zu einer Geldstrafe von 2500 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den Angeklagten wegen Verunglimpfung des Bundespräsidenten und Billigung von Straftaten schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Laut Anklage ging es in dem Verfahren um einen Reaktion des Mannes in einem sozialen Netzwerk.

"Untröstlich": Cindy Crawford äußert sich erstmals seit Tod ihres Sohnes

Das frühere Supermodel Cindy Crawford hat sich erstmals öffentlich zum Tod ihres Sohnes Presley Gerber im Alter von nur 27 Jahren geäußert. "Wir sind untröstlich, unseren geliebten Sohn und Bruder verloren zu haben", schrieb Crawford am Sonntag im Namen ihrer Familie im Onlinedienst Instagram. Nach dem Tod von Presley Gerber im September in einer Entzugsklinik in Kalifornien hatte die Familie darum gebeten, in "dieser schweren Zeit" ihre Privatsphäre zu respektieren.

16. Auftritt in fünf Wochen: Céline Dion beendet Konzertreihe nahe Paris

Mit ihrem 16. Auftritt in fünf Wochen hat die kanadische Sängerin Céline Dion ihre Konzertreihe in Frankreich beendet. Die Gesangsdiva trat am Samstagabend vor mehr als 30.000 begeisterten Fans in der ausverkauften Plenitude Arena in Nanterre bei Paris auf.

Textgröße ändern: