Pallade Veneta - Erhöhte Preise im Louvre: Nicht-Europäer zahlen bis zu 32 Euro

Erhöhte Preise im Louvre: Nicht-Europäer zahlen bis zu 32 Euro


Erhöhte Preise im Louvre: Nicht-Europäer zahlen bis zu 32 Euro
Erhöhte Preise im Louvre: Nicht-Europäer zahlen bis zu 32 Euro / Foto: Martin LELIEVRE - AFP/Archiv

Im Pariser Louvre-Museum gelten seit Mittwoch erhöhte Eintrittspreise von 32 Euro für nicht-europäische Ausländer. Die neue Preispolitik sei "unfair", meinte der südkoreanische Besucher Joohwan Tak. "Wir sind doch alle Menschen", fügte er hinzu. Die französische Regierung will die Mehreinnahmen in die überfällige Renovierung des Louvre stecken, der unter anderem durch einen spektakulären Einbruch im Oktober in die Schlagzeilen geraten war.

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Die Brasilianerin Marcia Branco zeigte ebenfalls wenig Verständnis für das Zwei-Klassen-Preissystem. In ärmeren Ländern sei es nachvollziehbar, wenn Einheimische weniger zahlen, sagte sie. "Aber hier bin ich doch in einem reichen Land", fügte sie hinzu. Der Australier Kevin Flynn hingegen nannte den neuen Eintrittspreis "akzeptabel".

Für Besucher aus der EU sowie Norwegen, Island und Liechtenstein bleiben die Louvre-Ticketpreise weiterhin bei 22 Euro. Besucher aus Ländern wie den USA, Japan oder China müssen nun allerdings 32 Euro bezahlen, um die Mona Lisa von Leonardo da Vinci und weitere Meisterwerke anzusehen. Der Eintritt ist für alle jungen Menschen unter 18 und für EU-Bürger unter 26 Jahren weiterhin gratis.

Auch das an der Loire gelegene Renaissance-Schloss Chambord und das Schloss von Versailles erhöhten ihre Preise für Nicht-Europäer. Das Zwei-Klassen-Ticketsystem wird außerdem in den prunkvollen Pariser Bauten Conciergerie, Sainte-Chapelle und Opéra Garnier eingeführt.

Die französische Kulturministerin Rachida Dati hatte bereits 2024 für eine solche Unterscheidung der Besucher geworben, um mehr Geld einzunehmen. Anderswo in Europa oder den USA ist dies nicht üblich. Im British Museum in London ist der Eintritt weiterhin für alle frei. Zu den wenigen begrenzten Ausnahmen gehört das Metropolitan Museum of Art in New York, in dem die Bewohner des Bundesstaates New York selbst bestimmen, wie viel sie für ihren Eintritt zahlen.

Frankreich erhofft sich von der neuen Preisstruktur jährlich 20 bis 30 Millionen Euro Mehreinnahmen.

Die Gewerkschaften der Louvre-Beschäftigten protestieren gegen die finanzielle Diskriminierung nicht-europäischer Besucher. Am Montag war der Louvre zum zweiten Mal seit Dezember wegen eines Streiks komplett geschlossen geblieben. Die Gewerkschaften fordern unter anderem bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal.

H.Lagomarsino--PV

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