Pallade Veneta - Berlinale: Beratungen nach umstrittener Rede - Intendantin Tuttle bleibt

Berlinale: Beratungen nach umstrittener Rede - Intendantin Tuttle bleibt


Berlinale: Beratungen nach umstrittener Rede - Intendantin Tuttle bleibt
Berlinale: Beratungen nach umstrittener Rede - Intendantin Tuttle bleibt / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Die Trägergesellschaft der Berlinale hat am Donnerstag über Konsequenzen aus israelfeindlichen Äußerungen bei der Filmpreis-Verleihung am Sonntag beraten. "Die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale werden in den kommenden Tagen zwischen der Intendantin, Tricia Tuttle, und dem Aufsichtsratsgremium fortgesetzt", sagte ein Sprecher von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Zu einer Ablösung der Intendantin, über die im Vorfeld spekuliert worden war, kam es nicht.

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Die Gespräche unter Weimers Leitung im Kanzleramt seien "konstruktiv und offen" verlaufen, verlautete aus Teilnehmerkreisen. "Es wurde in der Aufsichtsratssitzung neben der Ausrichtung der Festspiele auch über die israelfeindlichen Äußerungen bei der Preisverleihung am Sonntag gesprochen."

Anlass für die Sondersitzung der Trägergesellschaft war der Auftritt des syrisch-palästinensischen Regisseurs Abdallah Alkhatib, der bei dem Filmfestival mit einem Preis ausgezeichnet worden war. Er hatte in seiner Dankesrede der Bundesregierung vorgeworfen, "Partner des Völkermords in Gaza zu sein". Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verließ die Veranstaltung deshalb aus Protest.

Der syrisch-palästinensische Regisseur Alkhatib hatte für sein Filmdebüt "Chronicles from the Siege" einen Preis erhalten. Schneider war nach Angaben seines Ministeriums als einziges Mitglied der Bundesregierung dabei, als Alkhatib seine Rede hielt.

F.Amato--PV

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