Pallade Veneta - Starke deutsche Präsenz in Cannes: Regisseurin Grisebach und Schauspielerin Hüller

Starke deutsche Präsenz in Cannes: Regisseurin Grisebach und Schauspielerin Hüller


Starke deutsche Präsenz in Cannes: Regisseurin Grisebach und Schauspielerin Hüller
Starke deutsche Präsenz in Cannes: Regisseurin Grisebach und Schauspielerin Hüller / Foto: Stefanie LOOS - AFP/Archiv

Starke deutsche Präsenz auf dem roten Teppich in Cannes: Beim diesjährigen Filmfestival in Südfrankreich sind mit Valeska Grisebach und Marie Kreutzer gleich zwei deutschsprachige Filmemacherinnen im Wettbewerb um die Goldene Palme vertreten, wie die Festivalleitung am Donnerstag in Paris bekanntgab. Die Schauspielerin Sandra Hüller spielt im Film "Vaterland" des Filmemachers Pawel Pawlikowski eine Tochter des Schriftstellers Thomas Mann in der Nachkriegszeit. In der Rolle von Thomas Mann ist Hanns Zischler zu sehen.

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Grisebach stellt ihren Film "Das geträumte Abenteuer" vor, der ebenso wie ihr früherer Film "Western" in Bulgarien spielt. Die Österreicherin Marie Kreutzer hat für ihren Film "Gentle Monster" unter anderem die französischen Schauspielerinnen Cathérine Deneuve und Léa Seydoux gewonnen.

In der Nebenreihe "Un Certain Regard" stellt der deutsche Altmeister Volker Schlöndorff seinen Film "Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte" vor, der auf dem gleichnamigen Buch von Jenny Erpenbeck basiert. Der 87 Jahre alte Schlöndorff hatte 1980 für den Film "Die Blechtrommel" erstmals einen Oscar für einen deutschsprachigen Film erhalten.

Insgesamt sind 21 Filme im Wettbewerb, unter ihnen die jüngsten Werke bekannter Filmemacher wie Pedro Almodovar, Asghar Farhadi und Hirokazu Kore-eda. Der iranische Filmemacher Farhadi drehte seinen jüngsten Film "Parallel Stories" in Paris mit Schauspielstars wie Isabelle Huppert und Virginie Efira. Im Wettbewerb um die Goldene Palme ist bislang nur ein einziger US-Filmemacher, Ira Sachs. Sein Film "The Man I love" spielt in dem von der Aids-Epidemie geprägten New York der 80er Jahre. Die großen Hollywood-Studios sind in diesem Jahr nicht vertreten.

Der Filmstar und Hobby-Pilot John Travolta stellt seinen ersten Film als Regisseur außer Konkurrenz vor. Der Film erzählt die Geschichte eines Achtjährigen, der zum ersten Mal in einem Flugzeug reist.

In einer Nebenreihe wird der Film "L'Abandon" gezeigt, der die Geschichte des französischen Lehrers Samuel Paty erzählt, der nach einer Online-Hetzkampagne von einem jungen Dschihadisten getötet worden war. Der Film "L'Affaire Marie-Claire" mit Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle erzählt die Geschichte der Anwältin Gisèle Halimi, die in Frankreich den Weg für eine straffreie Abtreibung freigemacht hat.

Das internationale Filmfestival findet vom 12. bis 23 Mai in Cannes an der südfranzösischen Côte d'Azur statt.

O.Mucciarone--PV

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