Pallade Veneta - Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück

Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück


Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück
Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück / Foto: Antonin THUILLIER - AFP/Archiv

Der Regisseur Wim Wenders hat den wegen einer Nacktszene mit der damals erst 13-jährigen Schauspielerin Nastassja Kinski umstrittenen Film "Falsche Bewegung" aus dem Jahr 1975 vorerst zurückgezogen. Wie die Wim-Wenders-Stiftung als Inhaberin des Films am Mittwoch in Düsseldorf erklärte, werden Streaming-, Fernseh- und Vertriebspartner angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen. Wenders bat Kinski außerdem "ohne Wenn und Aber" um Entschuldigung.

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Wenders stand wegen des Umgangs mit der Filmszene unter wachsender Kritik. Nastassja Kinski hatte in der "Süddeutschen Zeitung" erklärt, sie versuche seit Jahren die Szene mit ihr mit nacktem Oberkörper entfernen zu lassen. Bei der Verleihung des Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises ging Wenders auf die Kritik ein, ohne aber Konsequenzen in Aussicht zu stellen.

"Als einziger der damals für 'Falsche Bewegung' handelnden Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen", erklärte der Erfolgsregisseur nun. Die vielen Reaktionen, Hinweise und Gespräche der vergangenen Tage hätten wesentlich dazu beigetragen, seinen Blick auf die damaligen Ereignisse weiter zu schärfen. "Dafür bin ich dankbar - nur ein offener und respektvoller Austausch führt dazu, Positionen zu überdenken und Verantwortungen neu wahrzunehmen."

Wenders erklärte, er wolle nun einen breiten Austausch über den Umgang mit strittigen Filmwerken aus dem 20. Jahrhundert. "Erst danach, auch wenn es länger dauern sollte, und nachdem wir eine einvernehmliche Lösung, auch in Absprache mit Nastassja Kinski, haben vorlegen können, werden wir den Film wieder freigeben."

M.Romero--PV

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