Pallade Veneta - Suchtgefahr: EU fordert Meta-Konzern zu Änderungen bei Instagram und Facebook auf

Suchtgefahr: EU fordert Meta-Konzern zu Änderungen bei Instagram und Facebook auf


Suchtgefahr: EU fordert Meta-Konzern zu Änderungen bei Instagram und Facebook auf
Suchtgefahr: EU fordert Meta-Konzern zu Änderungen bei Instagram und Facebook auf / Foto: Nicolas TUCAT - AFP/Archiv

Die EU-Kommission hat den Digitalkonzern Meta wegen der Suchtgefahr für Kinder und Jugendliche zu Änderungen auf seinen Plattformen Instagram und Facebook aufgefordert. Meta schütze Minderjährige auf den Plattformen nicht ausreichend und verstoße damit gegen die EU-Digitalgesetze, teilte die Kommission am Freitag in ersten Ermittlungsergebnissen mit. Reagiert der US-Konzern nicht mit Änderungen, droht ein Bußgeld.

Textgröße ändern:

Die Endlosfeeds auf Instagram und Facebook seien so entworfen, dass sie Kinder und Jugendliche süchtig machen, erklärte die Kommission. Sie forderte Meta auf, die automatische Wiedergabe weiterer Videos standardmäßig zu deaktivieren und verpflichtende Pausen einzuführen. Außerdem soll der Algorithmus weniger stark darauf reagieren, was Nutzerinnen und Nutzer zuletzt angesehen haben.

In seinen Berichten an Brüssel habe Meta die Risiken für Kinder und Jugendliche unterschätzt, teilte die Kommission weiter mit. Instagram und Facebook fallen laut dem EU-Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) unter die Aufsicht der EU-Kommission. Sie überwacht, ob sich große Digitalkonzerne an die Regeln halten. Bei Verstößen droht ein Bußgeld in Höhe von maximal sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Im Februar hatte die Kommission bereits die Videoplattform Tiktok angewiesen, ihre Funktionsweise zu ändern und die Suchtgefahr für Kinder und Jugendliche zu verringern. Zeitgleich laufen in Brüssel die Vorbereitungen für ein mögliches Social-Media-Verbot. Am Montag soll - ähnlich wie bereits in Deutschland - ein Expertengremium seine Empfehlungen vorstellen, ein Gesetzentwurf wird im September erwartet.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Albanische Regierung verteidigt Millionenausgaben im Zusammenhang mit Kanye-West-Konzert

Albaniens Regierung hat eine millionenschwere Geldspritze für ein geplantes Konzert des umstrittenen US-Rappers Kanye West verteidigt. Kulturminister Blendi Gonxhe erklärte am Freitag, das Konzert am Samstag solle trotz schleppender Ticket-Verkäufe stattfinden, um die albanische Hauptstadt Tirana auf die "Landkarte der Hauptstädte zu setzen, die Veranstaltungen dieser Größenordnung ausrichten".

Sorbisches und wendisches Siedlungsgebiet: Streit über Zuordnung beendet

Der Streit über die Zuordnung von sechs Gemeinden in Brandenburg zum angestammten Siedlungsgebiet der Sorben und Wenden ist nach neuen Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg weitgehend abgeschlossen. Das Gericht mit Sitz in Berlin bestätigte nach Angaben vom Freitag frühere Urteile des Verwaltungsgerichts Cottbus. Demnach sind die Voraussetzungen nicht für alle Gemeindeteile erfüllt. Die Zuordnung bringt bestimmte Pflichten für die Gemeinden mit sich.

Bildungsministerium setzt Kulturprogramm für ärmere Kinder ab 2028 fort

Das Bundesprogramm "Kultur macht stark" zur Unterstützung von Bildungsangeboten für junge Menschen mit wenig Zugang zu Kulturangeboten wird verlängert. Ab 2028 solle das Bundesprogramm in einer vierten Förderphase "grundsätzlich fortgeführt werden", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus dem Bundesbildungsministerium. Der aktuelle Förderzeitraum des Programms für kulturelle Bildung läuft bis einschließlich 2027, die neue Förderperiode ab 2028 dann bis 2032.

Britische Rocksängerin Bonnie Tyler gestorben

Die britische Rocksängerin Bonnie Tyler ist tot. Die mit Hits wie "Total Eclipse of the Heart" berühmt gewordene Tyler starb am Mittwochabend im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Portugal, wie ihre Familie am Donnerstag mitteilte. Die für ihre raue Stimme bekannte Sängerin war Anfang Mai in einem Krankenhaus in Faro an der portugiesischen Algarve-Küste notoperiert worden und lag anschließend wochenlang im künstlichen Koma.

Textgröße ändern: