Pallade Veneta - "Einer der prägenden Charakterdarsteller": Michael Mendl gestorben

"Einer der prägenden Charakterdarsteller": Michael Mendl gestorben


"Einer der prägenden Charakterdarsteller": Michael Mendl gestorben
"Einer der prägenden Charakterdarsteller": Michael Mendl gestorben / Foto: ODD ANDERSEN - AFP/Archiv

Er war "einer der prägenden Charakterdarsteller des deutschen Films und Theaters" - nun ist der Schauspieler Michael Mendl gestorben. Mendl sei im Alter von 82 Jahren "friedlich eingeschlafen", teilte seine Agentin am Samstag mit. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte Mendl: "Mit seiner markanten Erscheinung und seiner unverwechselbaren Stimme hat er auf der Bühne und vor der Kamera Figuren geschaffen, die im Gedächtnis geblieben sind und bleiben werden."

Textgröße ändern:

Mendl wirkte in mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen mit. Ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera als bester Schauspieler wurde er für seine Rolle als Willy Brandt im Zweiteiler "Im Schatten der Macht" über die Polit-Affäre um den DDR-Spion Günter Guillaume. "Unvergessen" sei auch seine Rolle in "Der Untergang", erklärte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.

Steinmeier lobte, Mendl habe in seinen Figuren oft die dunkleren, auch die zerbrechlichen Seiten des Menschen gezeigt - "mit großer Genauigkeit und einem feinen Gespür für die leisen Zwischentöne". Er spielte "vor allem Machtmenschen, Bösewichte und zwielichtige Gestalten - aber auch Charmeure und Herzensbrecher, die er mit derselben Präzision anlegte." Weimer würdigte Mendls "nuanciertes, vielschichtiges Spiel".

Mendl wurde 1944 als Michael Sandrock in Lünen als unehelicher Sohn eines katholischen Priesters geboren, den Namen Mendl erhielt er von seinem Stiefvater. Er begann seine Schauspielkarriere am Theater - erst nach 25 Jahren als Bühnenschauspieler hatte er sein Filmdebüt in "Lange Schatten" von 1992. Seinen Durchbruch im Fernsehen hatte er drei Jahre zuvor als Triebtäter Koslowski in einem "Tatort" von 1989 - es war der erste Fall von TV-Kommissarin Lena Odenthal.

Mendl war häufig in Dramen zu sehen und spielte auch schwierige Charaktere. Für seine Rolle als Gefängnisinsasse in dem Film "14 Tage lebenslänglich" bekam er 1998 den Bayerischen Filmpreis. Er wirkte auch in Komödien mit, etwa als nicht mehr ganz taufrischer Ehemann in "Eine Chance für die Liebe" an der Seite von Hannelore Elsner.

Mendl sagte einst selbst, "nichts wäre für mich langweiliger, als immer den gleichen Typ Mensch zu spielen".

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Zweifel an Qualifikation: Neue Trump-Sprecherin bezeichnet sich dennoch als Anwältin

Die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, bezeichnet sich trotz Zweifeln an ihrem Lebenslauf weiterhin als Anwältin - obwohl Interviewäußerungen der 41-Jährigen darauf schließen lassen, dass sie in den USA keine Anwaltszulassung hat. Dem Portal "Real Americas"s Voice" sagte sie am Donnerstag, sie habe sich für die Anwaltsprüfung angemeldet, sei dann aber wegen des bevorstehenden Umzugs mit ihrem Mann nach China "abgelenkt und überfordert" gewesen.

Zweifel an Lebenslauf: Neue Trump-Sprecherin Zacharia unter Druck

Kurz nach ihrem ersten Auftritt im Weißen Haus ist die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, unter Druck geraten. Die "Washington Post" und andere US-Medien berichteten am Mittwoch, Zacharia habe Falschangaben in ihrem Lebenslauf gemacht. Die 41-Jährige nenne sich "Anwältin", obwohl sie offenbar in den USA keine Zulassung habe.

Wegen Unterstützung für Palestine Action: Autorin Rooney nimmt Bücher vom britischen Markt

Wegen ihrer Unterstützung für die im Vereinigten Königreich verbotene Aktivistengruppe Palestine Action nimmt die irische Bestsellerautorin Sally Rooney ihre Bücher vom dortigen Markt. Ihr Verlag Faber habe mit ihrer "vollständigen Zustimmung" entschieden, die Werke dort nicht mehr zu auszuliefern, erklärte die Autorin am Mittwoch. Sie sei bereit, die "Konsequenzen" ihrer Überzeugungen zu akzeptieren, fügte sie hinzu.

Türkische Regierung übernimmt Kontrolle über meistgesehenen Nachrichtensender

Handstreich der türkischen Regierung gegen den meistgesehenen Nachrichtensender des Landes: Ankara hat die Kontrolle über den oppositionellen Fernsehsender Halk TV übernommen. Die Polizei habe eine Razzia in seiner Zentrale in Istanbul ausgeführt und einen Zwangsverwalter eingesetzt, teilte der Sender am Mittwoch mit. Der Sendebetrieb sei gestoppt worden. Elf Mitarbeiter wurden festgenommen. Aus Protest nahmen Oppositionsabgeordnete an einer Ausschusssitzung mit Pflastern auf Mund und Augen teil.

Textgröße ändern: