Pallade Veneta - Potsdam ist energieeffizienteste Stadt 2022

Potsdam ist energieeffizienteste Stadt 2022


Potsdam ist energieeffizienteste Stadt 2022
Potsdam ist energieeffizienteste Stadt 2022 / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

Potsdam ist aktuell die energieeffizienteste Stadt Deutschlands. Die brandenburgische Hauptstadt erhielt am Montag die Auszeichnung für den energieeffizientesten Gebäudebestand. Verglichen wurden 50 Städte. Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert erklärte, seine Stadt, ihre Bürgerinnen und Bürger würden mit dem Preis für ihr "ambitioniertes Vorgehen in den vergangenen Jahren belohnt".

Textgröße ändern:

Grundlage des Rankings sind mehr als eine halbe Million Datensätze der Immobilienplattform Immoscout aus dem Zeitraum von August 2021 bis August 2022. Seit Mai 2014 muss für jede Immobilie bei Neuvermietung oder Verkauf ein Energieausweis angefertigt werden - er enthält neben unterschiedlichen Angaben zum Haus den Energiekennwert. Dieser Wert sagt aus, ob ein Haus oder eine Wohnung effizient beheizt wird.

Auf Platz zwei der energieeffizientesten Städte steht Offenbach am Main, auf Platz drei Neubrandenburg. Die letzten drei Plätze belegen Aachen, Solingen und Bremen.

Initiator des Wettbewerbs ist der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle. Geschäftsführer Jan Peter Hinrichs erklärte am Montag, das Ranking zeige, dass Kommunen und Bundesländer hervorstechen würden, die sich besonders um die energetische Sanierung bemühen. Dazu zählten Hessen, Baden-Württemberg, aber auch die neuen Länder, die beim Neubau ambitionierte Niedrigverbrauchsneubauten unterstützen.

Städte insbesondere in Nordrhein-Westfalen seien die Schlusslichter, auch schon im Vorjahr. Hier gebe es, gerade in strukturschwächeren Regionen, viele energetische "Problemimmobilien".

Der Gebäudesektor insgesamt habe nach wie vor "gewaltigen Nachholbedarf", seine CO2-Einsparziele zu erreichen, sagte Hinrichs. Für signifikante Fortschritte sei es unerlässlich, die Sanierungsquote "flächendeckend" in Deutschland zu erhöhen. Die aktuelle Sanierungsrate liege bei nur einem Prozent.

Den Preis überreichen wollte am Mittag Staatssekretär Patrick Graichen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klima. Das Ministerium hat die Schirmherrschaft für den jährlichen Wettbewerb übernommen. Er wurde 2021 erstmals verliehen, Siegerin war im vergangenen Jahr Offenbach am Main.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Russland schließt Goethe-Institute - Wadephul äußert Bedauern

Russland hat auf die deutschen Strafmaßnahmen im Zusammenhang mit dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen reagiert: Das seit mehr als drei Jahrzehnten in Russland aktive Goethe-Institut muss seine verbliebenen Standorte in dem Land schließen, wie Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag ankündigte. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sein Bedauern über die Entscheidung - und bekam bei einem Außenministertreffen in Weimar demonstrativen Rückhalt von seinen Kollegen aus Frankreich und Polen.

Putin weist Spekulationen über weitere Mobilmachung für Ukraine-Offensive zurück

Russland plant nach den Worten seines Präsidenten Wladimir Putin derzeit keine neue Mobilmachung im Zuge der Ukraine-Offensive. Bei entsprechenden Spekulationen handele es sich um eine ukrainische "Desinformationskampagne", sagte Putin am Donnerstag. Mit dieser solle das Ergebnis der Parlamentswahl in Russland in diesem Monat beeinflusst werden.

Prozess gegen ersten Nord-Stream-Verdächtigen beginnt Mitte Oktober in Hamburg

Vier Jahre nach den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines beginnt Mitte Oktober in Hamburg der erste Gerichtsprozess gegen einen Tatverdächtigen. Das Oberlandesgericht der Hansestadt ließ nach Angaben vom Donnerstag die Anklage des Generalbundesanwalts gegen den früheren ukrainischen Offizier Serhii K. zu. Er soll demnach ab dem 14. Oktober vor Gericht stehen.

Polizei löst Blockadeaktion vor Lüttich-Kaserne in Köln auf

In Köln hat die Polizei am Donnerstag eine Blockadeaktion vor einer Kaserne der Bundeswehr aufgelöst. Die unangemeldete Versammlung mit rund 140 Teilnehmern wurde wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz beendet, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Die zum Teil vermummten Demonstranten blockierten demnach am Morgen die Zufahrt zur Lüttich-Kaserne. Trotz mehrfacher Aufforderung hätten sie ihre Vermummung nicht abgelegt.

Textgröße ändern: