Pallade Veneta - Vier Palästinenser bei Zusammenstößen im Westjordanland getötet

Vier Palästinenser bei Zusammenstößen im Westjordanland getötet


Vier Palästinenser bei Zusammenstößen im Westjordanland getötet
Vier Palästinenser bei Zusammenstößen im Westjordanland getötet / Foto: AHMAD GHARABLI - AFP

Im besetzten Westjordanland sind bei Zusammenstößen mit israelischen Streitkräften am Dienstag vier Palästinenser getötet und eine israelische Soldatin verletzt worden. Israels Armee bestätigte, dass ihre Soldaten bei zwei Vorfällen das Feuer auf "Randalierer" eröffnet hätten. Bei einem dritten Vorfall wurde eine 20-jährige Soldatin durch einen mutmaßlichen Auto-Anschlag verletzt und der Angreifer getötet.

Textgröße ändern:

Wie das palästinensische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurde in Beit Ommar in der Nähe von Hebron ein Palästinenser durch Kopfschüsse getötet. Die israelische Armee erklärte, sie habe das Feuer auf "Randalierer" eröffnet, die Steine und Sprengsätze in Richtung der Soldaten geworfen hätten, nachdem zwei Armeefahrzeuge aufgrund eines technischen Problems stecken geblieben waren.

In Kafr Ein in der Nähe von Ramallah, dem Sitz der Palästinensischen Autonomiebehörde, seien zwei Brüder im Alter von 22 und 21 Jahren von der israelischen Armee erschossen worden, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit. Der Minister für zivile Angelegenheiten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Hussein al-Scheich, sprach von einer "kaltblütigen Exekution".

Laut israelischer Armee wurde im Gebiet von Kafr Ein während einer nächtlichen "Routine"-Tätigkeit "von etlichen Verdächtigen ein gewalttätiger Aufruhr angezettelt". Die Verdächtigen hätten Steine und Molotowcocktails auf die Soldaten geworfen, die mit "Maßnahmen zur Eindämmung von Krawallen" sowie scharfer Munition reagiert hätten, hieß es in einer Mitteilung. Demnach hat das israelische Militär Kenntnis von Berichten über zwei Todesfälle. "Der Vorfall wird untersucht", erklärte die Armee.

Nahe der israelischen Siedlung Migron nördlich von Jerusalem meldete die israelische Armee einen Angriff mit einem Auto auf Soldaten. Eine 20-jährige Soldatin sei "leicht verletzt" in ein Krankenhaus gebracht worden. Das Krankenhaus Shaare Tzedek in Jerusalem bestätigte, dass der mutmaßliche Angreifer getötet worden sei.

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert und viele Unterstützer im Westjordanland hat, erklärte nach den Vorfällen, dass die israelische "Eskalation" auf "wachsenden Widerstand" der Palästinenser stoßen werde.

Die Gewalt im seit 1967 von Israel besetzen Westjordanland hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Nach tödlichen Angriffen in Israel im März und April gab es zahlreiche Razzien durch die israelische Armee im Westjordanland. Nach UN-Angaben wurden bei den Razzien und damit verbundenen Ausschreitungen mehr als 125 Palästinenser getötet. Im Jahr 2022 dürften in dem Gebiet die meisten Todesopfer seit 2015 gezählt werden.

M.Romero--PV

Empfohlen

Polizei löst Blockadeaktion vor Lüttich-Kaserne in Köln auf

In Köln hat die Polizei am Donnerstag eine Blockadeaktion vor einer Kaserne der Bundeswehr aufgelöst. Die unangemeldete Versammlung mit rund 140 Teilnehmern wurde wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz beendet, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Die zum Teil vermummten Demonstranten blockierten demnach am Morgen die Zufahrt zur Lüttich-Kaserne. Trotz mehrfacher Aufforderung hätten sie ihre Vermummung nicht abgelegt.

Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Sport-Staatsminister

Der Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Sport-Staatsminister der Bundesregierung. Dies teilte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag im Onlinedienst Instagram mit. Rauhe holte zwei Mal Gold bei Olympischen Spielen - 2004 in Athen und 2021 in Tokio. Bei Welt- und Europameisterschaften gewann Rauhe insgesamt 31 Goldmedaillen.

Iran greift US-Stützpunkte am Golf an - Trump droht mit weiteren US-Angriffen

Ungeachtet der Angriffsdrohungen von US-Präsident Donald Trump hat der Iran nach eigenen Angaben erneut US-Militärstützpunkte in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen. Die Attacken vom Donnerstag seien eine "Antwort auf Amerikas Verbrechen gegen das iranische "Volk", meldete das iranische Staatsfernsehen. Die kuwaitische Regierung sprach von einer "direkten Bedrohung" der Sicherheit des Golfstaats. Trump hatte Teheran zuvor mit weiteren US-Angriffen gedroht.

Menschenrechtsgericht stellt knapp 900 Verfahren gegen Russland ein

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellt wegen fehlender Mittel knapp 900 Verfahren einzelner Kläger gegen Russland ein. "Die erheblichen gerichtlichen Ressourcen, die für die Prüfung individueller Fälle nötig sind, können nicht als gerechtfertigt angesehen werden", erklärte das Gericht am Donnerstag in Straßburg. Insgesamt werden demnach 879 Verfahren von Klägern eingestellt, die Russland Menschenrechtsverletzungen vorwerfen.

Textgröße ändern: