Pallade Veneta - Pentagon: Chinas Atomwaffenarsenal dürfte sich bis 2035 mehr als verdreifachen

Pentagon: Chinas Atomwaffenarsenal dürfte sich bis 2035 mehr als verdreifachen


Pentagon: Chinas Atomwaffenarsenal dürfte sich bis 2035 mehr als verdreifachen
Pentagon: Chinas Atomwaffenarsenal dürfte sich bis 2035 mehr als verdreifachen / Foto: GREG BAKER - AFP/Archiv

Chinas Atomwaffenarsenal dürfte sich nach Einschätzung der USA bis 2035 mehr als verdreifachen. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des US-Verteidigungsministeriums heißt es, China verfüge inzwischen über mehr als 400 atomare Sprengköpfe. "Wenn China das Tempo seiner atomaren Expansion beibehält, wird es (bis 2035) wahrscheinlich ein Arsenal von rund 1500 Sprengköpfen haben."

Textgröße ändern:

Das wäre immer noch deutlich weniger als die USA selbst und Russland. Die beiden Atommächte verfügen jeweils über tausende Atomsprengköpfe.

Pentagon-Sprecher Pat Ryder warnte am Dienstag, ein Anwachsen von Chinas Atomwaffenarsenal würde zu wachsender Instabilität führen. "Je mehr Proliferation es gibt, desto besorgniserregender ist es, desto destabilisierender für die Region ist es."

In dem Pentagon-Bericht über das chinesische Militär heißt es weiter, China modernisiere auch seine ballistischen Raketen, die Atomsprengköpfe transportieren könnten. China habe im vergangenen Jahr bei Tests rund 135 ballistische Raketen abgefeuert - "mehr als der Rest der Welt zusammen". Ausgenommen sind bei bewaffneten Konflikten abgefeuerte Raketen. Die Führung in Peking mache auch bei der Modernisierung ihrer Luftstreitkräfte rasche Fortschritte und nähere sich dabei dem Westen an, heißt es in dem Bericht.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden sieht das wirtschaftlich und militärisch aufstrebende China als weltweit größte geopolitische Herausforderung an. Biden und der chinesische Staatschef Xi Jinping trafen sich vor zwei Wochen zum ersten Mal, seitdem sie an der Spitze der beiden Staaten stehen. Ein zentrales Konfliktthema war dabei Chinas Umgang mit Taiwan.

C.Conti--PV

Empfohlen

Polizei löst Blockadeaktion vor Lüttich-Kaserne in Köln auf

In Köln hat die Polizei am Donnerstag eine Blockadeaktion vor einer Kaserne der Bundeswehr aufgelöst. Die unangemeldete Versammlung mit rund 140 Teilnehmern wurde wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz beendet, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Die zum Teil vermummten Demonstranten blockierten demnach am Morgen die Zufahrt zur Lüttich-Kaserne. Trotz mehrfacher Aufforderung hätten sie ihre Vermummung nicht abgelegt.

Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Sport-Staatsminister

Der Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Sport-Staatsminister der Bundesregierung. Dies teilte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag im Onlinedienst Instagram mit. Rauhe holte zwei Mal Gold bei Olympischen Spielen - 2004 in Athen und 2021 in Tokio. Bei Welt- und Europameisterschaften gewann Rauhe insgesamt 31 Goldmedaillen.

Iran greift US-Stützpunkte am Golf an - Trump droht mit weiteren US-Angriffen

Ungeachtet der Angriffsdrohungen von US-Präsident Donald Trump hat der Iran nach eigenen Angaben erneut US-Militärstützpunkte in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen. Die Attacken vom Donnerstag seien eine "Antwort auf Amerikas Verbrechen gegen das iranische "Volk", meldete das iranische Staatsfernsehen. Die kuwaitische Regierung sprach von einer "direkten Bedrohung" der Sicherheit des Golfstaats. Trump hatte Teheran zuvor mit weiteren US-Angriffen gedroht.

Menschenrechtsgericht stellt knapp 900 Verfahren gegen Russland ein

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellt wegen fehlender Mittel knapp 900 Verfahren einzelner Kläger gegen Russland ein. "Die erheblichen gerichtlichen Ressourcen, die für die Prüfung individueller Fälle nötig sind, können nicht als gerechtfertigt angesehen werden", erklärte das Gericht am Donnerstag in Straßburg. Insgesamt werden demnach 879 Verfahren von Klägern eingestellt, die Russland Menschenrechtsverletzungen vorwerfen.

Textgröße ändern: