Pallade Veneta - Landesweite Proteste gegen Perus neue Präsidentin

Landesweite Proteste gegen Perus neue Präsidentin


Landesweite Proteste gegen Perus neue Präsidentin
Landesweite Proteste gegen Perus neue Präsidentin / Foto: Ernesto BENAVIDES - AFP/Archiv

Nach der Amtsenthebung des peruanischen Präsidenten Pedro Castillo haben Demonstranten bei Protesten im ganzen Land den Rücktritt seiner Nachfolgerin Dina Boluarte gefordert. Die Teilnehmer der Kundgebungen verlangten am Sonntag Neuwahlen und die Freilassung Castillos, der sich seit Donnerstag in Untersuchungshaft befindet. Zudem riefen sie zu einem landesweiten Streik auf.

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In der Stadt Andahuaylas im Süden Perus kam es zu Zusammenstößen. Dort griffen Demonstranten Polizisten mit Steinen an. Die Einsatzkräfte feuerten daraufhin Tränengas ab. Am Samstag waren bei Protesten in Andahuaylas bereits 16 Zivilisten und vier Polizisten verletzt worden.

Castillo war am Mittwoch vom peruanischen Parlament wegen "moralischer Unfähigkeit" des Amtes enthoben und später festgenommen worden. Seine bisherige Stellvertreterin Boluarte wurde kurz darauf als seine Nachfolgerin vereidigt. Am Donnerstag erklärte das Oberste Gericht des Landes, dass es sieben Tage Untersuchungshaft gegen Castillo verhängt habe. Dem linksgerichteten Politiker werden "Rebellion und Verschwörung" vorgeworfen.

Castillo war im Juli 2021 als politischer Außenseiter an die Staatsspitze gewählt worden. Seitdem befand sich der 53-Jährige in einem ständigen Machtkampf mit dem konservativ dominierten Kongress. Dieser hatte bereits zweimal vergeblich versucht, ihn wegen "moralischer Unfähigkeit" des Amts zu entheben.

A.Graziadei--PV

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