Pallade Veneta - Teilnehmer der Weltnaturkonferenz optimistisch hinsichtlich einer Einigung

Teilnehmer der Weltnaturkonferenz optimistisch hinsichtlich einer Einigung


Teilnehmer der Weltnaturkonferenz optimistisch hinsichtlich einer Einigung
Teilnehmer der Weltnaturkonferenz optimistisch hinsichtlich einer Einigung / Foto: ANDREJ IVANOV - AFP

Kurz vor dem Ende der Weltnaturkonferenz haben führende Vertreter der Mitgliedstaaten sich optimistisch hinsichtlich einer Einigung gezeigt. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere Ambitionen aufrechterhalten und einen Konsens erzielen können", sagte Chinas Umweltminister Huang Runqiu im kanadischen Montréal am Samstag. Ziel der Weltnaturkonferenz ist ein Abkommen zur Biodiversität, das ähnlich bedeutend ist wie das 2015 abgeschlossene Pariser Klimaabkommen.

Textgröße ändern:

Der kanadische Umweltminister Steven Guilbeault äußerte sich ebenfalls optimistisch: "Wir haben enorme Fortschritte gemacht." Frankreichs Präsident Emmanuel Macron appellierte kurz vor dem geplanten Ende der Konferenz an die Teilnehmer, ein ambitioniertes Abkommen zu schließen. "Meine Botschaft an unsere Partner lautet: Jetzt ist nicht die Zeit für kleine Entscheidungen, sondern für große! Lassen Sie uns zusammenarbeiten, um ein möglichst ehrgeiziges Abkommen zu erreichen", erklärte er auf Twitter.

Beobachter hatten vor einem Scheitern der Konferenz gewarnt, weil insbesondere die Finanzierung des Artenschutzes in Entwicklungsländern strittig ist. Dabei geht es darum, ob die Industriestaaten ihre finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer auf ein Niveau erhöhen, das es letzteren ermöglicht, bis 2030 die 20 ehrgeizigen Umweltschutzziele zu erreichen, die in Montréal zur Debatte stehen. So sollen etwa 30 Prozent der Land- und Meeresfläche der Erde zu Schutzgebieten werden.

Die Bundesregierung hatte am Samstag eine Initiative angekündigt, die zur Lösung des Streits beitragen soll. Mit ihr sollen Entwicklungsländer dabei unterstützt werden, ihre nationale Umweltpolitik an die globalen Umweltschutzziele anzupassen. Deutschland werde die gemeinsam mit Kolumbien und anderen Staaten auf den Weg gebrachte Partnerschaft mit 29 Millionen Euro unterstützen, erklärte das Bundesumweltministerium.

Bei der Weltnaturkonferenz ringen knapp 5000 Delegierte aus 193 Ländern um ein neues Artenschutzabkommen. Die Zielvorgaben des Vorgängerabkommens waren weitgehend verfehlt worden. Die Verhandlungen in Montréal, die Mitte vergangener Woche begonnen hatten, laufen noch bis Montag.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Bundesfinanzhof: Beiträge an Schulförderverein können steuerlich absetzbar sein

Eltern, die Beiträge an den Förderverein der Privatschule ihrer Kinder zahlen, können diese unter Umständen von der Steuer absetzen. Wie der Bundesfinanzhof (BFH) am Donnerstag in München mitteilte, können unter bestimmten Voraussetzungen 30 Prozent des Schulgelds, höchstens aber 5000 Euro pro Kind, als Sonderausgaben bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden. (Az. X R 27/23)

Deutschland sagt weitere 250 Millionen Euro für Energieversorgung in Ukraine zu

Deutschland stellt der Ukraine weitere 250 Millionen Euro zur Sicherung ihrer von Russland angegriffenen Energieversorgung zur Verfügung. Mit dem Geld sollten "akute Reparaturbedarfe" im kommenden Winter finanziert werden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin. Hintergrund ist, dass Russland bei seinen Angriffen oftmals gezielt ukrainische Kraftwerke zerstört. Der Ausfall der Wärmeversorgung macht den Menschen in dem Land vor allem im Winter schwer zu schaffen.

Moskau kündigt Schließung von russischen Standorten des Goethe-Instituts an

Als Reaktion auf die Schließung des Russischen Hauses in Berlin hat die russische Regierung eine Schließung der Standorte des Goethe-Instituts in Russland angekündigt. Die Zweigstellen des deutschen Kulturinstituts in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg würden "natürlich" geschlossen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Die Bundesregierung hatte die Schließung des Russischen Hauses mit dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen in Leipzig begründet.

Schmiererei an Gebäude von Rüstungsorganisation in Bonn - Staatsschutz ermittelt

Mehrere Vermummte haben in der Nacht zum Donnerstag in Bonn die Fassade eines Gebäudes einer Organisation für Rüstungskooperation großflächig mit roter Farbe besprüht. Bei dem Gebäude handle es sich um den Sitz der Gemeinsamen Organisation für Rüstungskooperation (Occar), sagte ein Polizeisprecher. Vor Ort fanden die Beamten eine rund zehn mal drei Meter große Schmiererei und die Schriftzüge "Krieg dem Krieg" und "Kriegstreiber stoppen".

Textgröße ändern: