Pallade Veneta - Hunderttausende feiern in Buenos Aires Argentiniens Fußball-WM-Triumph

Hunderttausende feiern in Buenos Aires Argentiniens Fußball-WM-Triumph


Hunderttausende feiern in Buenos Aires Argentiniens Fußball-WM-Triumph
Hunderttausende feiern in Buenos Aires Argentiniens Fußball-WM-Triumph / Foto: Emiliano Lasalvia - AFP

Hunderttausende Menschen haben am Sonntag auf den Straßen der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ausgelassen den dritten Fußballweltmeister-Titel Argentiniens gefeiert. Rund um den berühmten Obelisken im Stadtzentrum waren die Straßen von Menschenmengen verstopft. Das Krachen von Feuerwerkskörpern, die Hupkonzerte der Fahrzeuge und der Jubel der Menschen verschmolzen zu einem frenetischen Lärm. Am Abend kam der Autoverkehr im Zentrum wegen der Menschenmengen zum Erliegen, auch die U-Bahn stellte wegen Überfüllung den Betrieb ein.

Textgröße ändern:

Viele Menschen waren nach dem argentinischen Sieg in einem extrem dramatischen Finale gegen Frankreich von ihren Emotionen überwältigt, überall flossen Tränen. "Ich kann fast nicht sprechen, es ist so bewegend, es ist eine Freude, die lange anhalten wird", sagte die 22-jährige Cecila Corato nach dem Triumph des Teams um Superstar Lionel Messi im Elfmeterschießen.

In die Freude mischte sich auch Erleichterung darüber, dass es der argentinischen Nationalmannschaft nach 36 Jahren Wartezeit endlich wieder gelang, den Weltmeister-Titel zu erringen. "Ich bin 35, ich habe 35 Jahre auf diesen Moment in meinem Leben gewartet, ich kann es nicht glauben," sagte die fuballbegeisterte Soledad Palacios.

Für viele Argentinierinnen und Argentinier war die WM in Katar auch eine höchst willkommene Abwechslung von ihren alltäglichen Nöten. Das südamerikanische Land leidet unter einer massiven Wirtschaftskrise und der starken Abwertung seiner Währung. Rund 40 Prozent der 45 Millionen Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze.

"Immer gibt es ein wirtschaftliches Auf und Ab, immer ist es anstrengend, es bis ans Ende des Monats zu schaffen, aber mit dem Fußball vergisst Du alles", sagte der 25-jährige Maurer Agustín Acevedo in Buenos Aires.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Brandsätze auf Rüstungsfirmen in München: Polizei geht von politischem Motiv aus

Nach einer versuchten nächtlichen Brandsatzattacke auf ein Firmengebäude mit Rüstungsunternehmen in München gehen Ermittler von einem politischen Hintergrund aus. Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) und die Münchner Generalstaatsanwaltschaft übernahmen deshalb den Fall, wie ein LKA-Sprecher am Donnerstag in der Landeshauptstadt sagte. Demnach wurden die Brandsätze in der Nacht aus einem Auto geworfen. Zwei Verdächtige wurden später an einer Tankstelle festgenommen.

Bundesfinanzhof: Beiträge an Schulförderverein können steuerlich absetzbar sein

Eltern, die Beiträge an den Förderverein der Privatschule ihrer Kinder zahlen, können diese unter Umständen von der Steuer absetzen. Wie der Bundesfinanzhof (BFH) am Donnerstag in München mitteilte, können unter bestimmten Voraussetzungen 30 Prozent des Schulgelds, höchstens aber 5000 Euro pro Kind, als Sonderausgaben bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden. (Az. X R 27/23)

Deutschland sagt weitere 250 Millionen Euro für Energieversorgung in Ukraine zu

Deutschland stellt der Ukraine weitere 250 Millionen Euro zur Sicherung ihrer von Russland angegriffenen Energieversorgung zur Verfügung. Mit dem Geld sollten "akute Reparaturbedarfe" im kommenden Winter finanziert werden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin. Hintergrund ist, dass Russland bei seinen Angriffen oftmals gezielt ukrainische Kraftwerke zerstört. Der Ausfall der Wärmeversorgung macht den Menschen in dem Land vor allem im Winter schwer zu schaffen.

Moskau kündigt Schließung von russischen Standorten des Goethe-Instituts an

Als Reaktion auf die Schließung des Russischen Hauses in Berlin hat die russische Regierung eine Schließung der Standorte des Goethe-Instituts in Russland angekündigt. Die Zweigstellen des deutschen Kulturinstituts in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg würden "natürlich" geschlossen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Die Bundesregierung hatte die Schließung des Russischen Hauses mit dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen in Leipzig begründet.

Textgröße ändern: