Pallade Veneta - Unionschefs Merz und Söder geben Berliner Senat nach Silvestergewalt Mitschuld

Unionschefs Merz und Söder geben Berliner Senat nach Silvestergewalt Mitschuld


Unionschefs Merz und Söder geben Berliner Senat nach Silvestergewalt Mitschuld
Unionschefs Merz und Söder geben Berliner Senat nach Silvestergewalt Mitschuld / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die Vorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, haben der Berliner Landesregierung eine Mitschuld an den Krawallen in der Silvesternacht zugewiesen. "Die Chaoten, viele davon mit Migrationshintergrund, fordern mit ihrer Randale den Staat heraus, den sie verachten", sagte Merz dem "Münchner Merkur" vom Mittwoch. Das Land Berlin werde jedoch "mit der Lage nicht fertig". Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) wies die Vorwürfe zurück.

Textgröße ändern:

Merz sagte, dass der Berliner Senat "aus politischen Motiven seit Jahren die Rechte und Einsatzmöglichkeiten der Polizei begrenzt" habe. "So lange dieses Verhalten des Berliner Senats anhält, dürfen wir uns nicht wundern, wenn zweimal im Jahr – am 1. Mai und zu Silvester – diese schweren Straftaten gegen Rettungskräfte und gegen Polizeibeamte verübt werden", fügte er hinzu.

CSU-Chef Söder sagte der Zeitung, er sei "einerseits entsetzt und andererseits schon fast ausempört bei solchen Bildern aus Berlin". Die Hauptstadt entwickle sich "leider zu einer Chaosstadt – beginnend bei der Politik, die weder Wahlen organisieren noch die Sicherheit ihrer Bürger garantieren kann".

Die Berliner Polizei sei "unterfinanziert" und werde von der rot-grün-roten Mehrheit im Abgeordnetenhaus "im Stich gelassen". "Für die Sicherheitskräfte fehlt jede politische Rückendeckung in Berlin", sagte Söder und forderte, es brauche "auch national härtere Strafen für Angriffe auf Sicherheitskräfte".

In der Silvesternacht waren Einsatz- und Rettungskräfte in Berlin und anderen Städten massiv angegriffen worden. Zum Teil musste die Polizei ausrücken, um Feuerwehrleute beim Löschen von Bränden gegen Angriffe zu schützen. Allein in Berlin gab es 33 verletzte Einsatzkräfte und mehr als hundert Festnahmen.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) erklärte am Mittwoch, die Taten der Silvesternacht brächten "eine unfassbare Respektlosigkeit gegenüber dem Staat und seinen Vertretern zum Ausdruck". Ihre "volle Solidarität" gelte den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr.

"Die schreckliche Brutalität, die hier stattgefunden hat, ist eine Grenze, die nicht straflos überschritten werden darf", erklärte Giffey. "Der Rechtsstaat wird solche Attacken gegen Polizei, Rettungskräfte und sonstige Helfer nicht dulden - egal von wem sie ausgeübt werden."

Im Rundfunk Berlin-Brandenburg kündigte Giffey einen Gipfel gegen Jugendgewalt an. Als Antwort auf die "massive Respektlosigkeit" und die Gewalt brauche es einen "Mix aus ausgestreckter Hand und Stoppsignal", sagte sie. Nötig seien ein "neuer Schub" und eine breite Anstrengung etwa in Schulen und Jugendsozialarbeit.

Die Vorwürfe aus der Union wies Giffey zurück. Polizei und Feuerwehr seien "in voller Mannstärke" im Einsatz gewesen. Zudem sei die Polizei in den vergangenen Jahren massiv aufgestockt worden. Die Gewaltausbrüche seien zudem kein "Berlin-Phänomen". Ähnliches sei auch in anderen Städten passiert, sagte Giffey.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut

Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.

Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kommen am Donnerstag zu Gesprächen in Weimar zusammen (Pk. gegen 10.30 Uhr). Auf der Tagesordnung des Treffens im Format des vor 35 Jahren ins Leben gerufenen sogenannten Weimarer Dreiecks stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem die aktuellen hybriden Bedrohungen durch Russland, die EU-Erweiterung sowie die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Textgröße ändern: