Pallade Veneta - Kämpfe in der Ukraine gehen trotz der von Moskau verkündeten Feuerpause weiter

Kämpfe in der Ukraine gehen trotz der von Moskau verkündeten Feuerpause weiter


Kämpfe in der Ukraine gehen trotz der von Moskau verkündeten Feuerpause weiter
Kämpfe in der Ukraine gehen trotz der von Moskau verkündeten Feuerpause weiter / Foto: Dimitar DILKOFF - AFP

Ungeachtet der einseitig von Russland verkündeten Waffenruhe zum orthodoxen Weihnachtsfest sind die Kämpfe in der Ukraine weitergegangen. Die ostukrainische Stadt Tschassiw Jar war den gesamten Samstagvormittag heftigem Artilleriebeschuss ausgesetzt, wie AFP-Journalisten vor Ort berichteten. Die wenigen noch verbliebenen Bewohner zogen es deshalb vor, die Weihnachtsmesse statt in der Kirche in einem Schutzkeller zu feiern. Bereits am Freitag hatten beide Seiten Kämpfe und Luftangriffe gemeldet.

Textgröße ändern:

Die orthodoxen Christen in der Ukraine feiern ebenso wie in Russland Weihnachten erst am 7. Januar. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte für das Weihnachtsfest eine einseitige 36-stündige Waffenruhe ab Freitag angeordnet.

Am Samstag bekräftigte das Verteidigungsministerium in Moskau, dass sich das russische Militär wie angeordnet bis 22.00 Uhr an die Feuerpause halten werde. Allerdings seien die russischen Streitkräfte gezwungen, auf anhaltenden ukrainischen Artilleriebeschuss und Angriffe auf ihre Stellungen zu reagieren.

Kiew hatte von vornherein bezweifelt, dass es Russland mit der Waffenruhe ernst meinte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete sie als Vorwand, um Zeit zu gewinnen. Washington, Paris, London, Berlin und die EU reagierten ebenfalls mit Skepsis auf die Ankündigung des Kreml.

Selenskyjs Berater Mychailo Podoljak berichtete am Samstag von russischem Beschuss entlang der gesamten Front. Der ukrainische Generalstab meldete einen russischen Raketenangriff, binnen 24 Stunden habe die russische Seite zudem 20 Geschosse aus mehreren Raketenwerfern abgefeuert.

Aus der besonders schwer umkämpften ostukrainischen Stadt Bachmut hatten AFP-Journalisten bereits am Vortag über Artilleriebeschuss von beiden Seiten berichtet. Dieser war allerdings weniger heftig als in den Tagen zuvor. Nach Angaben der ukrainischen Staatsanwaltschaft wurden in der weitgehend zerstörten Stadt zwei Menschen am Freitag getötet. Den ukrainischen Behörden zufolge bombardierten russische Truppen am Freitag auch die südliche Region Cherson und töteten dabei einen Rettungssanitäter.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut

Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.

Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kommen am Donnerstag zu Gesprächen in Weimar zusammen (Pk. gegen 10.30 Uhr). Auf der Tagesordnung des Treffens im Format des vor 35 Jahren ins Leben gerufenen sogenannten Weimarer Dreiecks stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem die aktuellen hybriden Bedrohungen durch Russland, die EU-Erweiterung sowie die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Textgröße ändern: