Pallade Veneta - Dobrindt: Geplantes Einbürgerungsgesetz "nicht zustimmungsfähig"

Dobrindt: Geplantes Einbürgerungsgesetz "nicht zustimmungsfähig"


Dobrindt: Geplantes Einbürgerungsgesetz "nicht zustimmungsfähig"
Dobrindt: Geplantes Einbürgerungsgesetz "nicht zustimmungsfähig" / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die CSU hat ihren Widerstand gegen das von der Ampel-Regierung geplante neue Einbürgerungsrecht bekräftigt. Der Gesetzentwurf, der seit Freitag in den zuständigen Ressorts der Bundesregierung abgestimmt wird, sei "nicht zustimmungsfähig", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt am Wochenende dem Sender "Welt". "Wenn man am Anfang leichtfertig eine Staatsbürgerschaft vergibt, werden Integrationsbemühungen nicht befördert, sondern man muss sie am Schluss gar nicht mehr leisten", bemängelte Dobrindt.

Textgröße ändern:

"Das Erlernen der deutschen Sprache wäre dann nicht mehr notwendig", eine Integration fände nicht mehr statt. "Dann hat man zwar eine deutsche Staatsbürgerschaft, aber lebt in einer Parallelgesellschaft", sagte der CSU-Politiker. "Das ist nicht, was wir uns als Zukunftsmodell vorstellen", betonte er die Haltung seiner Partei.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte im November die Grundzüge für eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts vorgestellt. CDU und CSU hatten umgehend scharfe Kritik an den Plänen geäußert.

Dem Gesetzentwurf zufolge soll es grundsätzlich bereits nach fünf Jahren statt wie bisher acht Jahren möglich sein, unter bestimmten Voraussetzungen den deutschen Pass zu erhalten. Bereits nach drei Jahren soll das möglich sein, "sofern der Ausländer den Lebensunterhalt für sich und seine unterhaltsberechtigten Familienangehörigen ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel bestreiten kann" sowie hohe Anforderungen beim Erwerb der deutschen Sprache erfüllt, wie aus dem AFP vorliegenden Entwurf hervorgeht.

Für Angehörige der sogenannten Gastarbeitergeneration sollen die Hürden für die Einbürgerung gesenkt werden. Die Möglichkeiten zur Mehrfachstaatsangehörigkeit sollen ausgeweitet werden. Die Ampel-Parteien hatten die Reform in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart.

L.Barone--PV

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut

Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.

Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kommen am Donnerstag zu Gesprächen in Weimar zusammen (Pk. gegen 10.30 Uhr). Auf der Tagesordnung des Treffens im Format des vor 35 Jahren ins Leben gerufenen sogenannten Weimarer Dreiecks stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem die aktuellen hybriden Bedrohungen durch Russland, die EU-Erweiterung sowie die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Textgröße ändern: