Pallade Veneta - FDP-Abgeordnete zu Besuch in Taiwan eingetroffen

FDP-Abgeordnete zu Besuch in Taiwan eingetroffen


FDP-Abgeordnete zu Besuch in Taiwan eingetroffen
FDP-Abgeordnete zu Besuch in Taiwan eingetroffen / Foto: Sam Yeh - AFP/Archiv

Eine hochrangige Delegation der FDP-Bundestagsfraktion ist am Montagmorgen (Ortszeit) zu einem Besuch in Taiwan eingetroffen. Mit der Reise wollten die Abgeordneten angesichts der militärischen Drohungen der Volksrepublik China "ein Zeichen der Solidarität mit Taiwan senden", sagte die Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), der Nachrichtenagentur AFP. Bei Treffen mit "hochrangigen Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und Militär" solle über die aktuelle "Bedrohungslage" gesprochen werden, sagte Strack-Zimmermann weiter.

Textgröße ändern:

Die Visite dürfte diplomatische Verstimmungen mit der Volksrepublik China auslösen. Die chinesische Regierung lehnt Besuche ausländischer Abgeordneter in Taiwan grundsätzlich ab und bezeichnet sie als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten. Peking betrachtet die Insel als abtrünniges Gebiet.

Strack-Zimmermann leitet die Abgeordneten-Delegation gemeinsam mit FDP-Parlamentsgeschäftsführer Johannes Vogel. Vogel warnte davor, dass nach dem Krieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die Ukraine auch der chinesische Präsident Xi Jinping einen Krieg entfesseln könnte.

"Nach Putin kommt Xi", sagte Vogel zu AFP. "Weil nun ein Signal der Unterstützung für Taiwan notwendig ist, reisen wir angesichts der militärischen Drohungen durch China jetzt als Delegation der FDP-Fraktion nach Taiwan." Vogel warnte: "Wir müssen die Autokraten ebenso ernst wie wörtlich nehmen - denn die Drohungen einer militärischen Wiedervereinigung von Xi Jinping ist ein gefährlicher Aspekt im neuen Systemwettbewerb mit Autokratien."

Strack-Zimmermann und Vogel warnten aus Anlass des Taiwan-Besuchs vor einer zu großen wirtschaftlichen und technologischen Abhängigkeit Deutschlands von China. "Nicht nur die Russland-Politik der letzten Jahre hat uns drastisch vor Augen geführt, dass es nur zu unserem Nachteil sein kann, uns wirtschaftlich und insbesondere hinsichtlich kritischer Infrastruktur von autokratisch geführten Staaten abhängig zu machen", sagte Strack-Zimmermann zu AFP. "Auch von China muss Deutschland unabhängiger werden."

Der Delegation gehören Mitglieder des FDP-Fraktionsvorstands an sowie Verteidigungs- und Außenpolitiker - unter anderem Fraktionsvize Konstantin Kuhle, die Menschenrechtsausschuss-Vorsitzende Renata Alt, der außenpolitische Sprecher Ulrich Lechte und der verteidigungspolitische Sprecher Alexander Müller.

Im vergangenen August erreichten die Spannungen wegen Taiwan einen neuen Höhepunkt, als Peking aus Protest gegen einen Besuch der damaligen US-Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi in Taipeh großangelegte Militärübungen rund um die demokratisch regierte Insel abhielt.

F.Amato--PV

Empfohlen

Rekordbeteiligung bei Israel-Wahl - Streit um Betrugsvorwürfe

Bei der ersten Parlamentswahl in Israel seit dem Hamas-Überfall von 2023 hat sich eine Rekord-Wahlbeteiligung abgezeichnet. Bis 18.00 Uhr (Ortszeit; 17.00 Uhr MEZ) hatten 66,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Zentrale Wahlkommission am Dienstag mitteilte. Erwartet wurde ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem rechtsgerichteten Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem Oppositionsblock des Mitte-Rechts-Politikers Gadi Eisenkot. Netanjahus Likud-Partei forderte eine längere Öffnung der Wahllokale, der Regierungschef erhob zudem Betrugsvorwürfe.

Brasiliens Präsident Lula wird 81 - und will 24 Stunden am Tag arbeiten

Am Sonntag hatte er die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen - am Dienstag nun ist Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva 81 geworden und hat sich für seine vierte Amtszeit viel vorgenommen: Er wolle sich "24 Stunden am Tag dafür einsetzen, dieses Land zu dem Land zu machen, von dem alle träumen", sagte Lula in einem Video auf der Plattform Instagram. Er werde "die beste Amtszeit absolvieren, die je ein Präsident in der Geschichte dieses Landes hatte".

Prozess gegen früheren kremlnahen Aktivisten und heutigen Putin-Kritiker Remeslo begonnen

In Russland hat der Prozess gegen den früheren kremlnahen Aktivisten und heutigen Kritiker von Präsident Wladimir Putin und Moskaus Ukraine-Offensive, Ilja Remeslo, begonnen. Der Prozess startete am Dienstag vor einem Gericht in St. Petersburg, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten.

Huthis: Größte Ölraffinerie und Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien angegriffen

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien und das Verteidigungsministerium des Landes attackiert. Der Angriff auf das Verteidigungsministerium in Riad sei mit einer ballistischen Rakete erfolgt, diese habe ihr "Ziel erreicht", erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Dienstag. Zudem sei die Raffinerie Ras Tanura im Osten des Landes "mit einer ballistischen Rakete" angegriffen worden.

Textgröße ändern: