Pallade Veneta - Bundesregierung fördert Studium afghanischer Frauen im Ausland

Bundesregierung fördert Studium afghanischer Frauen im Ausland


Bundesregierung fördert Studium afghanischer Frauen im Ausland
Bundesregierung fördert Studium afghanischer Frauen im Ausland / Foto: Wakil KOHSAR - AFP/Archiv

Das Entwicklungsministerium will rund 5000 afghanischen Frauen ein Hochschulstudium in einem Nachbarland ermöglichen. Das mit sieben Millionen Euro geförderte Stipendienprogramm solle geflohene Afghaninnen vor allem in Pakistan, Kirgistan und Bangladesch fördern, teilte das Ministerium am Dienstag in Berlin mit. Afghanischen Frauen ist in ihrem von den radikalislamischen Taliban beherrschten Heimatland ein Studium verboten.

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"Die Politik der Taliban ist nicht nur frauenverachtend, sondern auch Gift für die Entwicklung des Landes", erklärte Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD). "Denn wer der Hälfte der Bevölkerung die Bildungschancen verwehrt, raubt dem Land sein Zukunftspotential." Die Ministerin forderte die Taliban auf, das Studienverbot für Frauen zurückzunehmen.

Die Förderung afghanischer Frauen soll nach Angaben des Ministeriums dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte auszubilden, die in Zukunft - "unter veränderten Bedingungen in Afghanistan" - Bildung und Entwicklung voranbringen könnten. Im Rahmen des Programms sollten bis Ende 2027 rund 5000 Studentinnen gefördert werden.

Die Stipendien sollen über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) vergeben werden. Seit dem Ausschluss aus den Hochschulen fehle afghanischen Frauen "jede akademische Ausbildungsmöglichkeit", erklärte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee. "Das neue Stipendienprogramm ist daher ein wichtiger Baustein, um gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen jungen Frauen die Vorbereitung auf ein Studium zu ermöglichen."

C.Conti--PV

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