Pallade Veneta - Scheibe von Synagoge eingeschlagen - Ermittler vermuten rechtsextremen Hintergrund

Scheibe von Synagoge eingeschlagen - Ermittler vermuten rechtsextremen Hintergrund


Scheibe von Synagoge eingeschlagen - Ermittler vermuten rechtsextremen Hintergrund
Scheibe von Synagoge eingeschlagen - Ermittler vermuten rechtsextremen Hintergrund / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Nach dem Anschlag auf eine Synagoge im oberfränkischen Ermreuth vermuten die Ermittler einen rechtsextremistischen Hintergrund. Bereits am Donnerstag sei ein 21-Jähriger festgenommen worden, teilten die Polizei in Bayreuth und die Staatsanwaltschaft in Bamberg am Dienstag mit. Ihm wird vorgeworfen, dass er die Synagoge habe anzünden wollen.

Textgröße ändern:

Eine Scheibe des Gebäudes war in der Silvesternacht eingeschlagen worden. Ein zunächst Unbekannter hatte versucht, vor dem Fenster einen Feuerwerkskörper zu zünden. Die Ermittlungen führten dann zu dem 21-Jährigen aus einem Nachbarort.

Nach ersten Erkenntnissen sei die Straftat antisemitisch motiviert, erklärten die Ermittler. Der Mann habe den Feuerwerkskörper in die Synagoge werfen wollen, um dort Feuer zu legen.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg beantragte einen Haftbefehl wegen versuchter schwerer Brandstiftung und gemeinschädlicher Sachbeschädigung, den das Amtsgericht Bamberg wegen fehlender Fluchtgefahr nicht erließ. Der 21-Jährige kam auf freien Fuß.

Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde beim Landgericht ein. Inzwischen habe die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München das Ermittlungsverfahren übernommen, hieß es weiter.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut

Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.

Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kommen am Donnerstag zu Gesprächen in Weimar zusammen (Pk. gegen 10.30 Uhr). Auf der Tagesordnung des Treffens im Format des vor 35 Jahren ins Leben gerufenen sogenannten Weimarer Dreiecks stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem die aktuellen hybriden Bedrohungen durch Russland, die EU-Erweiterung sowie die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Textgröße ändern: