Pallade Veneta - SPD-Politiker Roth für zügige Entscheidung zu Leopard-Lieferung an Kiew

SPD-Politiker Roth für zügige Entscheidung zu Leopard-Lieferung an Kiew


SPD-Politiker Roth für zügige Entscheidung zu Leopard-Lieferung an Kiew
SPD-Politiker Roth für zügige Entscheidung zu Leopard-Lieferung an Kiew / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Michael Roth (SPD), fordert eine zügige Entscheidung der internationalen Partner über die mögliche Lieferung von Kampfpanzern wie dem Leopard an die Ukraine. "Ich fände es wichtig, dass man sich jetzt alsbald darauf verständigt, wie die Partner mit der Frage Kampfpanzer umgehen", sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. Er sehe in dieser Frage aktuell "große Bewegung".

Textgröße ändern:

"Wir haben Ankündigungen unserer britischen Partner, möglicherweise Kampfpanzer zu liefern, wir haben aber auch ein klares Signal aus Warschau bekommen, dass das nicht im Alleingang erfolgen soll, sondern in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern", sagte Roth. "Darüber reden wir jetzt. Und ich habe jedenfalls aus der Bundesregierung kein Nein herausgehört. Ich sehe keine roten Linien, was Waffensysteme anbelangt."

Die Ukraine fordert schon seit längerem die Lieferung von Leopard-Panzern. Am Mittwoch erklärte der polnische Präsident Andrzej Duda, sein Land sei im Rahmen einer internationalen Koalition zur Lieferung dieser Kampfpanzer bereit. Dafür wäre allerdings eine Genehmigung vom Herstellerland Deutschland nötig. Britischen Medienberichten zufolge wäre zudem Großbritannien bereit, zehn Kampfpanzer vom Typ Challenger 2 zu liefern.

Roth sagte, er höre zum Thema Kampfpanzer für Kiew auch "aus den US-amerikanischen Quellen, dass man sich dem nicht entgegenstellen würde". Außerdem habe er "den Eindruck, dass sich die Französinnen und Franzosen weiter bewegen könnten".

In Europa gebe es "ein großes Reservoir an Leopard-Panzern", fügte Roth hinzu. Daraus könne "eine europäische Initiative erwachsen. Aber sowas muss man gemeinsam abstimmen." Es gehe nicht allein um die Lieferung von Panzern, "es geht um die Frage von Munition, es geht um die Frage, wo können die Panzer repariert werden, wie können sie in Stand gesetzt werden".

Roth verteidigte zugleich die bislang zurückhaltende Haltung von Bundeskanzler Scholz (SPD) in dieser Frage. "Ich sehe das nicht als Zauderei", sagte er. "Ich sehe das als behutsames Vorgehen, das auch der Tatsache Rechnung trägt, dass unsere Gesellschaft gespalten ist in diesen Fragen." Es sei daher wichtig, dass die Regierung "Argumente liefert, dass sie den Eindruck erweckt, dass sie sehr verantwortungsbewusst vorgeht. Und das tut die Bundesregierung."

Berlin hatte kürzlich nach langem Zögern entscheiden, der Ukraine Marder-Schützenpanzer zur Verfügung zu stellen. Diese Entscheidung finden 59 Prozent der Teilnehmenden im ZDF-"Politbarometer" richtig, wie der Sender am Freitag mitteilte. 33 Prozent sind gegen die Lieferung. Beim Leopard ergibt sich ein anderes Bild: 42 Prozent der Befragten erklärten, sie seien für die Lieferung an Kiew, 46 Prozent sprachen sich dagegen aus.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut

Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.

Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kommen am Donnerstag zu Gesprächen in Weimar zusammen (Pk. gegen 10.30 Uhr). Auf der Tagesordnung des Treffens im Format des vor 35 Jahren ins Leben gerufenen sogenannten Weimarer Dreiecks stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem die aktuellen hybriden Bedrohungen durch Russland, die EU-Erweiterung sowie die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Textgröße ändern: