Pallade Veneta - Mehr als 20 Tote bei russischen Angriffen auf Wohnhaus in Dnipro

Mehr als 20 Tote bei russischen Angriffen auf Wohnhaus in Dnipro


Mehr als 20 Tote bei russischen Angriffen auf Wohnhaus in Dnipro
Mehr als 20 Tote bei russischen Angriffen auf Wohnhaus in Dnipro / Foto: vitalii matokha - AFP

Bei weiteren russischen Angriffen auf die Ukraine sind allein in der Stadt Dnipro nach ukrainischen Angaben mindestens 23 Menschen getötet worden. Die Rettungsarbeiten dauerten an, das Schicksal von mehr als 40 Menschen bleibe unklar, erklärte der Gouverneur der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, am Sonntag. Großbritannien kündigte derweil als erstes Land die Lieferung schwerer Kampfpanzer an Kiew an.

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In Dnipro traf nach ukrainischen Angaben am Samstag ein russischer Marschflugkörper vom Typ X-22 ein neunstöckiges Hochhaus. Unter den Toten war nach Angaben des Gouverneurs auch ein 15-jähriges Mädchen. Sieben Kinder wurden demnach verletzt, das kleinste sei erst drei Jahre alt. Dutzende Menschen wurden aus den Trümmern gerettet, noch am Sonntag gelang den Rettungskräften die Rettung einer verschütteten Frau.

Der Angriff in Dnipro zerstörte Dutzende Wohnungen. Nach Angaben der ukrainischen Präsidentschaft wurden 100 bis 200 Menschen durch des Beschuss des Wohnhauses obdachlos. Etwa 1700 Menschen in der Stadt seien nach dem Angriff von der Strom- und Wärmeversorgung abgeschnitten.

Bei dem Beschuss am Wochenende handelte es sich um die insgesamt zwölfte Welle massiver russischer Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. In der südlich von Dnipro gelegenen Stadt Krywyji Rih wurde nach offiziellen Angaben ein Mensch beim Beschuss von Wohnhäusern getötet, ein weiterer Mensch wurde verletzt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in seiner abendlichen Videoansprache, die ukrainische Armee habe am Samstag mehr als 20 von insgesamt 30 russischen Raketen abgeschossen. Der ukrainische Energieminister German Galuschenko erklärte, es sei in den "meisten Regionen" des Landes zu Notabschaltungen des Stromnetzes gekommen. Die Angriffe trafen demnach die Regionen Charkiw, Lwiw, Iwano-Frankiwsk, Saporischschja, Winnyzia und Kiew.

Am Sonntag erklärte der Netzbetreiber Ukrenergo, die Infrastruktur werde "wieder instandgesetzt". Die Angriffe hätten die Energieversorgung jedoch weiter geschwächt, die Stromausfälle könnten zunehmen.

Großbritannien stellt der Ukraine derweil als erster westlicher Verbündeter der Ukraine schwere Kampfpanzer zur Verfügung. Premierminister Rishi Sunak kündigte die Lieferung von 14 schweren Kampfpanzern vom Typ Challenger 2 sowie zusätzlicher Artilleriesysteme am Samstag in einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an. Die russische Botschaft in Großbritannien warnte daraufhin, die Lieferung werde den Konflikt nur "intensivieren".

Selenskyj begrüßte die britische Entscheidung dagegen. Sie werde nicht nur die Ukraine "auf dem Schlachtfeld stärken", sondern sende auch "das richtige Signal an andere Partner", schrieb er auf Twitter. Durch die Zusage Sunaks wächst der Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), ebenfalls Kampfpanzer in die Ukraine zu schicken.

Russlands Präsident Wladimir Putin lobte am Sonntag die "positive Dynamik" des russischen Angriffs auf die Ukraine. Alles entwickle sich "entsprechend der Pläne", sagte er dem russischen Fernsehsender Rossija-1. Moskau hatte am Freitag die Einnahme der ostukrainischen Stadt Soledar verkündet - eine Darstellung, der die Ukraine widerspricht.

Nach Monaten der Enttäuschungen auf dem Schlachtfeld präsentiert Moskau die mögliche Eroberung der Kleinstadt als großen Sieg. Der Chef der russischen Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, betonte erneut, dieser sei das Verdienst seiner Kämpfer. Die "perfektionierte Kommandokette" und die "absolut strikte Disziplin" der Wagner-Truppe ermöglichten solche Erfolge.

L.Guglielmino--PV

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