Pallade Veneta - Bartels: Besetzung des Verteidigungsressorts "existenzielle Frage für Deutschland"

Bartels: Besetzung des Verteidigungsressorts "existenzielle Frage für Deutschland"


Bartels: Besetzung des Verteidigungsressorts "existenzielle Frage für Deutschland"
Bartels: Besetzung des Verteidigungsressorts "existenzielle Frage für Deutschland" / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

Der ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), hat im Falle eines Rücktritts von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) eine überzeugende Neubesetzung des Postens gefordert. "Das ist jetzt eine existenzielle Frage für Deutschland", sagte Bartels am Montag im Deutschlandfunk. "Verteidigung ist nicht irgend so ein Politikfeld. Diese Besetzung muss jetzt sitzen."

Textgröße ändern:

Er gehe davon aus, dass die Frage noch am Montag geklärt werde, sagte Bartels. "Länger wird es nicht dauern." Nach ARD-Informationen könnte Lambrecht noch am Vormittag ihren Rücktritt erklären.

Mit Blick auf die mögliche Nachfolge nannte Bartels eine Reihe von Namen, über die auch seit Tagen in den Medien spekuliert wird. So habe SPD-Chef Lars Klingbeil nicht nur das nötige Wissen über die Bundeswehr, sondern als Parteivorsitzender auch das politische "Kampfgewicht".

Bartels kann sich auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorstellen. Heil sei zwar kein Verteidigungsexperte, habe aber gezeigt, dass er "mit großen Apparaten" in der Regierungsmaschinerie umgehen könne. Zudem schaffe er es, "Reformen voranzubringen, indem er diejenigen, die es betrifft, einbindet". Dies sei Lambrecht nicht gelungen, deren Ernennung "von Anfang an unglücklich" gewesen sei.

Als weitere Namen nannte Bartels Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt (SPD), die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium, Siemtje Möller (SPD), sowie die Wehrbeauftragte Eva Högl. Bei Högl schränkte er ein, ihr fehle die Erfahrung auf internationaler Ebene und im Umgang mit großen Regierungsapparaten.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut

Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.

Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kommen am Donnerstag zu Gesprächen in Weimar zusammen (Pk. gegen 10.30 Uhr). Auf der Tagesordnung des Treffens im Format des vor 35 Jahren ins Leben gerufenen sogenannten Weimarer Dreiecks stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem die aktuellen hybriden Bedrohungen durch Russland, die EU-Erweiterung sowie die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Textgröße ändern: