Pallade Veneta - US-Satellitenfirma berichtet über neue russische Truppenbewegungen

US-Satellitenfirma berichtet über neue russische Truppenbewegungen


US-Satellitenfirma berichtet über neue russische Truppenbewegungen
US-Satellitenfirma berichtet über neue russische Truppenbewegungen

Eine US-Satellitenbildfirma hat am Sonntag über neue russische Truppenbewegungen in der Nähe der ukrainischen Grenze berichtet. Die Bilder zeigten "mehrere neue Feldeinsätze von gepanzerter Ausrüstung und Truppen", erklärte die Satellitenbildfirma Maxar. Die am Sonntag aufgenommenen Fotos scheinen Spuren von Fahrzeugen zu zeigen, die über schneebedeckte Felder fahren, die von Wäldern umgeben und von Straßen gesäumt sind.

Textgröße ändern:

Die Truppenbewegungen fanden demnach in Wäldern und Feldern etwa 14 bis 30 Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt statt. Die Analysten der Firma verglichen die aktuellen Aufnahmen mit einer Woche alten Satellitenbildern und konnten so die Bewegungen in der Nähe von drei Ortschaften im Südwesten Russlands nachvollziehen.

So seien "die meisten Kampfeinheiten und unterstützenden Ausrüstungen in Soloti abgezogen und man kann zahlreiche Fahrzeugspuren und einige Konvois mit gepanzerter Ausrüstung in der gesamten Gegend sehen", erklärte Maxar. "Einige Ausrüstungsgegenstände wurden auch östlich der benachbarten russischen Stadt Waluiki auf einem Feld etwa 15 Kilometer nördlich der ukrainischen Grenze eingesetzt".

"Darüber hinaus ist eine Reihe neuer Feldverlegungen auch nordwestlich von Belgorod zu beobachten, wobei ein Großteil der Ausrüstung und Truppen in oder in der Nähe von Waldgebieten positioniert ist". Einheiten "in der Größe einer Kompanie" würden in landwirtschaftlichen und industriellen Gebieten eingesetzt.

In den vergangenen Wochen hat Russland nach Schätzungen der USA und seiner westlichen Verbündeten mehr als 150.000 Soldaten in der Nähe der ukrainischen Grenze stationiert. Dies hat in Washington die Angst vor einer bevorstehenden Invasion der Ukraine geschürt. Moskau weist dies zurück. Ein US-Beamter hatte am Freitag geschätzt, dass "40 bis 50 Prozent" der russischen Truppen "in Angriffspositionen" stünden.

Biden hatte am Freitag erklärt, er sei "überzeugt", dass Putin die Invasion beschlossen habe. Diese Warnung bezog sich US-Medienberichten zufolge auf einen Befehl an die russischen Truppen. Die "Washington Post" hatte am Sonntag unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise berichtet, dass die Soldaten an der russisch-ukrainischen Grenze die Anweisung erhalten hätten, die Invasionsvorbereitungen weiter voranzutreiben.

Weitere Anzeichen, die auf eine bevorstehende russische Invasion in der Ukraine hindeuten könnten, seien aber "noch nicht beobachtet worden", berichtete CNN unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Demnach gibt es in der US-Regierung auch Überlegungen, dass die Angriffsbefehle noch zurückgezogen werden könnten oder dass die Informationen manipuliert worden sein könnten, um den Westen in die Irre zu führen.

Unterdessen veröffentlichte die US-Botschaft in Moskau indessen eine Botschaft an ihre Bürger, in der sie vor der Gefahr von Anschlägen in Moskau, Sankt Petersburg und nahe der ukrainischen Grenze warnte und sie aufforderte, gegebenenfalls Vorkehrungen für eine Evakuierung zu treffen. Die Botschaft berief sich dabei auf "Medienberichte". Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kritisierte die Warnungen als vage und fragte: "Was soll man damit anfangen?"

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Präsidentenstichwahl in Brasilien zwischen rechtem Bolsonaro und linkem Lula

Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien haben es der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro und der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva in die Stichwahl geschafft. In der ersten Runde kam Bolsonaro am Sonntag laut Wahlgericht auf überraschend starke 47 Prozent der Stimmen, der als Favorit geltende Lula landete mit 45 Prozent auf Platz zwei. Die Wahl gilt als richtungsweisend für einen möglichen Rechtsruck in der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas.

Merz empfängt litauischen Ministerpräsidenten Sinkevicius im Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am Montag (16.00 Uhr) den litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt. Das Treffen findet im Rahmen eines zweitägigen Arbeitsbesuchs des litauischen Regierungschefs in Berlin statt. Im Zentrum der Gespräche stehen Fragen der Sicherheit, insbesondere mit Blick auf hybride Bedrohungen, die Stärkung der Nato-Ostflanke sowie der Aufbau der deutschen Brigade in Litauen.

Bundespräsident Steinmeier verleiht Schlagerlegende Nana Mouskouri Verdienstorden

Die aus Griechenland stammende Schlagerlegende Nana Mouskouri wird am Montag (11.00 Uhr) zum Tag der deutschen Einheit mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht der 91-Jährigen den Preis zur Anerkennung ihres Einsatzes für Frieden und Freiheit. Dass sie als Sängerin nach Kriegsende einen Prozess der Aussöhnung eingeleitet habe, präge bis heute das Griechenlandbild der Deutschen.

Präsidentschaftswahl in Brasilien: Bolsonaro knapp vor Lula - Stichwahl Ende Oktober

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro knapp vor dem linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva gelegen. Der 45-Jährige kam am Sonntag nach Angaben des Wahlgerichts nach Auszählung der Stimmen von rund 99 Prozent der Wahlbüros auf rund 47 Prozent. Er lag damit knapp vor dem 80-jährigen Lula, der knapp 45 Prozent erreichte. Beide Kandidaten treten nun am 25. Oktober in einer Stichwahl gegeneinander an, da keiner von ihnen mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erzielte.

Textgröße ändern: