Pallade Veneta - FDP warnt vor "Hängepartie" bei Suche nach Lambrecht-Nachfolge

FDP warnt vor "Hängepartie" bei Suche nach Lambrecht-Nachfolge


FDP warnt vor "Hängepartie" bei Suche nach Lambrecht-Nachfolge
FDP warnt vor "Hängepartie" bei Suche nach Lambrecht-Nachfolge / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

In der Debatte um die Nachfolge der scheidenden Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) mahnt die FDP zur Eile. "Eine Hängepartie wäre schlecht für Deutschland", sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai am Montag in Berlin. Die SPD hat das Vorschlagsrecht für den Posten - er sei sicher, dass die Partei "die Zeit jetzt sehr intensiv nutzen wird, um eine geeignete und passende Persönlichkeit vorzuschlagen", sagte Djir-Sarai.

Textgröße ändern:

Lambrecht hatte am Morgen mitgeteilt, dass sie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) um ihre Entlassung aus dem Amt gebeten habe. Aus Regierungskreisen hieß es kurze Zeit später, im Laufe des Tages werde es noch keine Entscheidung über die Nachbesetzung geben.

"Die Person, die diese Aufgabe übernimmt, muss in der Lage sein, die Herausforderungen der Zeit anzunehmen und vor allem Lösungen zu entwickeln", sagte Djir-Sarai. Er betonte zugleich, für die FDP gehe es hier "nur um die Kompetenzfrage." Dagegen sei die Frage der paritätischen Besetzung des Kabinetts mit Männern und Frauen "nicht etwas, was für uns relevant ist".

Zu den Hausforderungen des Amtes zählte Djir-Sarai, dass die "Zeitenwende in der Sicherheitspolitik" mit Leben gefüllt werden müsse. Es herrsche Krieg in Europa, sagte er mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Außerdem sei die Bundeswehr "in den letzten Jahrzehnten" vernachlässigt worden. Die Person, die "geeignet ist, diese Herausforderung zu lösen, ist uns herzlich willkommen" und werde von der FDP voll unterstützt, versicherte Djir-Sarai.

Auch die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), forderte eine zügige Neubesetzung der Ministeriumsleitung. "Ich erwarte von der Sozialdemokratie nun schnellstmöglich die Benennung einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers, die oder der gegenüber dem Ministerium durchsetzungsstark ist", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der nächste Minister oder die nächste Ministerin müsse jemand sein, der oder die "das Verteidigungsministerium nicht für andere politische Ambitionen missbraucht und vor allem Verständnis und Herz für die Soldatinnen und Soldaten mitbringt".

U.Paccione--PV

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut

Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.

Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kommen am Donnerstag zu Gesprächen in Weimar zusammen (Pk. gegen 10.30 Uhr). Auf der Tagesordnung des Treffens im Format des vor 35 Jahren ins Leben gerufenen sogenannten Weimarer Dreiecks stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem die aktuellen hybriden Bedrohungen durch Russland, die EU-Erweiterung sowie die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Textgröße ändern: