Pallade Veneta - Bayerns CSU-Fraktionschef Kreuzer gegen Koalition mit Grünen

Bayerns CSU-Fraktionschef Kreuzer gegen Koalition mit Grünen


Bayerns CSU-Fraktionschef Kreuzer gegen Koalition mit Grünen
Bayerns CSU-Fraktionschef Kreuzer gegen Koalition mit Grünen / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, hat vor der kommenden Landtagswahl einer Koalition mit den Grünen eine klare Absage erteilt. Das Bündnis mit den Freien Wählern habe sich in den vergangenen Jahren bewährt, sagte Kreuzer den Zeitungen der Mediengruppe Bayern vom Montag. Er stehe deshalb hinter der Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die Koalition fortsetzen zu wollen.

Textgröße ändern:

"Auf jeden Fall verhindern möchte ich, dass wir in Bayern dasselbe Ampelchaos bekommen wie in Berlin", fügte Kreuzer hinzu. Für die Landtagswahl in diesem Jahr sei er "gegen jegliche Koalition mit den Grünen, weil mit ihnen eine vernünftige Politik nicht möglich ist". In Bayern wird am 8. Oktober ein neuer Landtag gewählt

Die CSU-Landtagsfraktion traf sich am Montagnachmittag zur Klausurtagung in Kloster Banz. Bis Donnerstag stehen unter anderem Themen wie die Energiekrise auf der Tagesordnung. Am Mittwoch werden Söder und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) erwartet.

Die Fraktion will bei ihrer Klausur eine Resolution zu den Themen Innovation und Energie verabschieden. Eine sichere Energieversorgung sei für eine Industriegesellschaft "eine entscheidende Frage", sagte Kreuzer vor Beginn des Treffens.

Er nannte es falsch, die verbliebenen Atomkraftwerke im April abzuschalten. "In Zeiten eines Vollmangels auszusteigen, war ein Fehler", sagte der Fraktionschef. Das bedeute nicht, "dass wir nicht aussteigen wollen". Die Situation werde aber im nächsten Winter "eher kritischer" als in diesem Winter.

Die hohe Zuwanderung im vergangenen Jahr bezeichnete Kreuzer als weiteres "drängendes Problem". Deutschland und auch Bayern hätten viele Menschen aus der Ukraine aufgenommen, was eine humanitäre Verpflichtung sei. Dies stelle die Kommunen aber vor Herausforderungen bei der Unterbringung oder der Beschulung der Kinder. Auch die sonstige Migration habe stark zugenommen.

Es müsse alles getan werden, damit die hohen Zuwanderungszahlen zurückgingen, weil dies "auf Dauer" nicht auszuhalten sei. "Wir müssen alles tun, eine Einwanderung in Sozialsysteme zu verhindern", sage der CSU-Fraktionschef. Arbeitsmigration müsse hingegen beschleunigt werden.

F.Amato--PV

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut

Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.

Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kommen am Donnerstag zu Gesprächen in Weimar zusammen (Pk. gegen 10.30 Uhr). Auf der Tagesordnung des Treffens im Format des vor 35 Jahren ins Leben gerufenen sogenannten Weimarer Dreiecks stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem die aktuellen hybriden Bedrohungen durch Russland, die EU-Erweiterung sowie die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Textgröße ändern: