Pallade Veneta - Bremer AfD kürt Vizelandeschef zu Spitzenkandidaten für Bürgerschaftswahl

Bremer AfD kürt Vizelandeschef zu Spitzenkandidaten für Bürgerschaftswahl


Bremer AfD kürt Vizelandeschef zu Spitzenkandidaten für Bürgerschaftswahl
Bremer AfD kürt Vizelandeschef zu Spitzenkandidaten für Bürgerschaftswahl / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Rund vier Monate vor der Bürgerschaftswahl in Bremen am 14. Mai hat die AfD offiziell eine Landesliste aufgestellt. Wie die Partei am Montag mitteilte, wird diese vom amtierenden Vizelandeschef Sergej Minich als Spitzenkandidat angeführt. Allerdings ist die AfD in Bremen intern tief gespalten, der amtierende Vorstand wird von einer Gruppe um den ehemaligen Bremer AfD-Chef und Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz nicht als rechtmäßig anerkannt.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Bundes-AfD bildete diese Gruppe schon im Herbst vergangenen Jahres einen selbsternannten sogenannten Notvorstand und stellte eine eigene Liste für die Wahl auf, was der AfD-Bundesvorstand laut Beschluss vom November aber jeweils als unrechtmäßig einstuft. "Zeitnah" werde sich daher nun das Bundesschiedsgericht der AfD "mit der Klärung der Verhältnisse im Landesverband Bremen beschäftigen", erklärte ein Parteisprecher am Montag.

Ein Sprecher des Bremer Landeswahlleiters äußerte sich auf Nachfrage unter Verweis auf das noch laufende Prüfverfahren zu sämtlichen von Parteien und Bewerbern eingereichten Wahlvorschlägen nicht zur Zahl der AfD-Listen oder anderen Einzelheiten. Dies könne standardmäßig erst nach den Sitzungen der zuständigen Wahlausschüsse passieren. Generell erhielten Parteien im Fall von "Unstimmigkeiten" zuvor die Möglichkeit für Korrekturen, erläuterte er.

Die Bremer AfD ist seit längerem von massiven internen Konflikten geprägt, die auch Auswirkungen auf formale Beschlüsse haben. Derzeit hat die Partei etwa keinen Vorsitzenden. Im Amt ist lediglich ein vierköpfiger Vorstand um Vizelandeschef Minich. Die frühere AfD-Fraktion in der Bremer Bürgerschaft spaltete sich nach Austritten und Querelen bereits vor längerer Zeit auf.

Auch die Gerichte beschäftigten sich bereits mit dem Konflikt zwischen dem Landes- und dem sogenannten Notvorstand. Eine Zivilkammer des Landgerichts in Bremen wies nach eigenen Angaben am Freitag wechselseitige Anträge der beiden konkurrierenden Lager zur Vorstandsbesetzung mangels Zuständigkeit ab. Dies sei allein eine Frage der innerparteilichen Schiedsgerichtsbarkeit.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut

Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.

Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski kommen am Donnerstag zu Gesprächen in Weimar zusammen (Pk. gegen 10.30 Uhr). Auf der Tagesordnung des Treffens im Format des vor 35 Jahren ins Leben gerufenen sogenannten Weimarer Dreiecks stehen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem die aktuellen hybriden Bedrohungen durch Russland, die EU-Erweiterung sowie die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Textgröße ändern: