Pallade Veneta - USA lehnen Lieferung von Abrams-Panzern an Ukraine ab

USA lehnen Lieferung von Abrams-Panzern an Ukraine ab


USA lehnen Lieferung von Abrams-Panzern an Ukraine ab
USA lehnen Lieferung von Abrams-Panzern an Ukraine ab / Foto: MATEUSZ SLODKOWSKI - AFP/Archiv

Die USA lehnen derzeit eine Lieferung des Kampfpanzers Abrams an die Ukraine ab. US-Verteidigungsstaatssekretär Colin Kahl sagte am Mittwoch vor Journalisten, der Abrams-Panzer sei ein "sehr kompliziertes" Rüstungsgut. Er sei teuer, erfordere eine schwierige Ausbildung und verbrauche mit seinem Turbinenantrieb sehr viel Treibstoff. "Es ist in der Wartung nicht das einfachste System."

Textgröße ändern:

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin wolle den Ukrainern keine Waffen liefern, "die sie nicht reparieren können, die sie nicht unterhalten können und die sie sich langfristig nicht leisten können, weil das nicht hilfreich ist", sagte Kahl weiter. "Es geht nicht um einen Nachrichtenzyklus oder darum, was symbolisch wertvoll ist, sondern darum, was der Ukraine auf dem Schlachtfeld wirklich hilft." Zugleich schloss Kahl nicht völlig aus, dass die USA der Ukraine in Zukunft Abrams-Panzer liefern könnten.

Die Regierung in Kiew fordert schon seit längerer Zeit von ihren Unterstützern die Lieferung schwerer Panzer für den Kampf gegen die russischen Angriffstruppen. Zuletzt erhöhte sich auch der Druck auf die deutsche Bundesregierung mit Blick auf eine mögliche Lieferung von Kampfpanzern vom Typ Leopard 2.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich bisher gegen die Lieferung von Leopard-Panzern an die Ukraine gesträubt. Als Argument nannte er, dass es keinen deutschen Alleingang geben dürfe. Inzwischen wollen allerdings Polen und weitere EU- und Nato-Staaten eigene Leopard-Panzer an die Ukraine liefern und dringen auf die dafür erforderliche Genehmigung des Herstellerlandes Deutschland.

Zuletzt berichtete die "Süddeutsche Zeitung", Scholz habe am Dienstag in einem Telefonat mit US-Präsident Joe Biden gesagt, dass Deutschland nur Leopard-Panzer liefern würde, wenn die USA ihrerseits Kampfpanzer vom Typ Abrams liefern. Die Bundesregierung wollte den Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht kommentieren.

Die USA hatten bislang eine klare öffentliche Festlegung beim Thema Abrams vermieden. Biden-Sprecherin Karine Jean-Pierre sagte am Mittwoch, die USA stünden in "ständiger Kommunikation" mit der Ukraine und würden dem Land weiterhin liefern, was es benötige. Sie habe derzeit aber "keinerlei neue Ankündigungen". Jean-Pierre betonte zudem, jedes Land müsse bei Rüstungslieferungen an die Ukraine seine eigenen souveränen Entscheidungen treffen.

Pentagon-Chef Austin kommt am Donnerstag zu einem Gespräch mit dem neuen Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in Berlin zusammen. Am Freitag steht dann ein Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe auf dem US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz an. Dabei dürfte die Lieferung westlicher Kampfpanzer eine große Rolle spielen.

L.Barone--PV

Empfohlen

CDU-Vize Claus signalisiert Interesse an Steinmeier-Nachfolge

In der CDU konkretisieren sich die Überlegungen zur Aufstellung einer eigenen Kandidatin für das Bundespräsidentenamt. Ines Claus, die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Fraktionschefin im hessischen Landtag, ließ am Dienstag offen Interesse an dem Amt erkennen - und sie hat dafür einem Bericht zufolge auch die Unterstützung von Parteichef Friedrich Merz. "Es ist für mich eine große Ehre, in diesem Zusammenhang genannt zu werden", sagte Claus der "Rheinischen Post" vom Mittwoch.

Asienreise des Kanzlers: Merz wirbt für Investitionen in Deutschland und Europa

Zum Beginn seiner Reise in drei Länder Asiens hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Singapur für Deutschland und Europa als Investitionsstandort geworben. Er könne "alle Sorgen zerstreuen, dass es Unsicherheiten in Europa gibt", sagte Merz am Dienstag nach einem Treffen mit Singapurs Regierungschef Lawrence Wong. "Mit der von mir geführten Bundesregierung werden die Investitionsmöglichkeiten auch kontinuierlich verbessert", fügte Merz hinzu.

Partei von Flávio Bolsonaro erkennt Lulas Wiederwahl in Brasilien an

Anders als der unterlegene Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat dessen Partei seine Niederlage bei der Stichwahl in Brasilien gegen Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva eingestanden. "Wir erkennen das vom Obersten Wahlgericht (TSE) verkündete Ergebnis der Präsidentschaftswahl an", erklärte Bolsonaros rechtsgerichtete Liberale Partei am späten Montagabend (Ortszeit). Flávio Bolsonaro teilte derweil mit, er habe seinen Pass abgeben müssen und dürfe das Land nicht verlassen. Hintergrund sind Ermittlungen der Justiz gegen ihn wegen Korruption und Geldwäsche.

Wirtschaftsministerin Reiche sagt Südkorea-Reise wegen Corona-Erkrankung ab

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat ihre für diese Woche geplante Reise nach Südkorea wegen einer Corona-Erkrankung abgesagt. Das teilte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag mit. Reiche sollte am Mittwoch nach Ostasien reisen und ab Donnerstag in Seoul an der Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft teilnehmen.

Textgröße ändern: