Pallade Veneta - Nato-Oberbefehlshaber: Westliche Panzer sind keine "Wunderwaffe"

Nato-Oberbefehlshaber: Westliche Panzer sind keine "Wunderwaffe"


Nato-Oberbefehlshaber: Westliche Panzer sind keine "Wunderwaffe"
Nato-Oberbefehlshaber: Westliche Panzer sind keine "Wunderwaffe" / Foto: Henrik MONTGOMERY - TT News Agency/AFP

Die Nato-Militärführung hält die Debatte über die Lieferung westlicher Panzer an die Ukraine für verkürzt. "Es gibt kein einzelnes Waffensystem, das eine Wunderwaffe ist", sagte der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Christopher Cavoli, am Donnerstag in Brüssel. Nötig sei ein "Gleichgewicht aller Systeme" zur Verteidigung der Ukraine gegen Russland. Es sei aber richtig, dass die moderne westliche Panzer-Technologie die russische übertreffe.

Textgröße ändern:

Der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, der niederländische Admiral Rob Bauer, nannte "jede Art von Ausrüstung notwendig" für Kiew. Allerdings gelte: "Russland kämpft mit Panzern, also braucht die Ukraine auch welche." Panzer seien aus militärischer Sicht vor allem wichtig, damit die ukrainischen Streitkräfte Gebiete von Russland zurückerobern könnten.

Zur Diskussion über die Lieferung deutscher Leopard-Panzer an die Ukraine äußerten sich Cavoli und Bauer nicht. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steht deshalb seit Wochen unter Druck. Eine Klärung soll am Freitag das Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe auf der US-Militärbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz bringen. Dabei geht es neben Panzern auch um eine Stärkung der ukrainischen Luftabwehr.

Cavoli und Bauer äußerten sich zum Abschluss eines zweitägigen Treffens der Nato-Militärspitze. Der Vier-Sterne-General Cavoli ist seit dem Sommer Nato-Oberbefehlshaber in Europa (Supreme Allied Commander Europe, Saceur).

B.Cretella--PV

Empfohlen

Partei von Flávio Bolsonaro erkennt Lulas Wiederwahl in Brasilien an

Anders als der unterlegene Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat dessen Partei seine Niederlage bei der Stichwahl in Brasilien gegen Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva eingestanden. "Wir erkennen das vom Obersten Wahlgericht (TSE) verkündete Ergebnis der Präsidentschaftswahl an", erklärte Bolsonaros rechtsgerichtete Liberale Partei am späten Montagabend (Ortszeit). Flávio Bolsonaro teilte derweil mit, er habe seinen Pass abgeben müssen und dürfe das Land nicht verlassen. Hintergrund sind Ermittlungen der Justiz gegen ihn wegen Korruption und Geldwäsche.

Wirtschaftsministerin Reiche sagt Südkorea-Reise wegen Corona-Erkrankung ab

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat ihre für diese Woche geplante Reise nach Südkorea wegen einer Corona-Erkrankung abgesagt. Das teilte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag mit. Reiche sollte am Mittwoch nach Ostasien reisen und ab Donnerstag in Seoul an der Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft teilnehmen.

Richtungsweisende Parlamentswahl in Israel - Enges Rennen erwartet

In Israel wählen die Menschen erstmals seit dem Hamas-Überfall auf das Land ein neues Parlament: Direkt nach der Öffnung der Wahllokal am Dienstagmorgen herrschte großer Andrang, die Wahlbehörde sprach von der höchsten Wahlbeteiligung in den ersten drei Stunden seit 1981. Die Abstimmung gilt als Richtungswahl in dem stark gespaltenen Land. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem rechtsgerichteten Lager des langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem Block des Mitte-Rechts-Oppositionspolitikers Gadi Eisenkot. Mit ersten Hochrechnungen wird nach Schließung der Wahllokale um 22.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MEZ) gerechnet.

Pistorius und vier Amtskollegen fordern "stärkeres Europa für stärkere Nato"

Europa muss nach Ansicht von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und vier seiner europäischen Amtskollegen mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen. Über Generationen hätten die Menschen in Europa in Frieden leben dürfen, schreiben die Verteidigungsminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Polens und Großbritanniens in einem am Dienstag veröffentlichten Gastbeitrag für den "Tagesspiegel". "Unsere Generation steht nun vor der Aufgabe, Europas Frieden und unsere Zukunft zu bewahren."

Textgröße ändern: