Pallade Veneta - Tausende Peruaner fordern Rücktritt von Präsidentin Boluarte

Tausende Peruaner fordern Rücktritt von Präsidentin Boluarte


Tausende Peruaner fordern Rücktritt von Präsidentin Boluarte
Tausende Peruaner fordern Rücktritt von Präsidentin Boluarte / Foto: ERNESTO BENAVIDES - AFP

Tausende Demonstranten haben bei neuen Protesten in Peru den Rücktritt von Präsidentin Dina Boluarte gefordert. In der Hauptstadt lieferten sich Protestierende und Polizisten am Donnerstag Zusammenstöße. Die Polizei setzte Tränengas ein, Demonstranten bewarfen die Beamten mit Steinen.

Textgröße ändern:

Begleitet wurden die Protestmärsche von einem massiven Polizeiaufgebot. Fast 12.000 Beamte waren in Lima im Einsatz. Die Regierung hatte am Wochenende wegen der anhaltenden Proteste im Land in Lima und drei südlichen Regionen den Notstand ausgerufen.

Am Flughafen von Arequipa im Süden des Landes lieferten sich Demonstranten und Polizisten am Donnerstag gewaltsame Auseinandersetzungen. Die Beamten, die mit Steinen attackiert wurden, setzten Tränengas ein.

Überschattet wurden die Proteste am Donnerstag von der Meldung, dass nach dem Tod einer Demonstrantin bei Zusammenstößen in Südperu am Mittwoch ein weiterer Demonstrant seinen Verletzungen erlag. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Protestwelle erhöhte sich damit auf 44.

Peru wird seit der Amtsenthebung und Verhaftung des linksgerichteten Präsidenten Pedro Castillo am 7. Dezember von Unruhen erschüttert. Die Demonstranten fordern den Rücktritt seiner Nachfolgerin Dina Boluarte und die Auflösung des Parlaments, um unverzüglich Neuwahlen abzuhalten.

Boluarte war vor Castillos Amtsenthebung dessen Vizepräsidentin und trat gemäß der peruanischen Verfassung seine Nachfolge an. Sie gehört derselben linken Partei an wie Castillo. Demonstranten sehen in ihr indes eine "Verräterin".

O.Merendino--PV

Empfohlen

Partei von Flávio Bolsonaro erkennt Lulas Wiederwahl in Brasilien an

Anders als der unterlegene Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat dessen Partei seine Niederlage bei der Stichwahl in Brasilien gegen Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva eingestanden. "Wir erkennen das vom Obersten Wahlgericht (TSE) verkündete Ergebnis der Präsidentschaftswahl an", erklärte Bolsonaros rechtsgerichtete Liberale Partei am späten Montagabend (Ortszeit). Flávio Bolsonaro teilte derweil mit, er habe seinen Pass abgeben müssen und dürfe das Land nicht verlassen. Hintergrund sind Ermittlungen der Justiz gegen ihn wegen Korruption und Geldwäsche.

Wirtschaftsministerin Reiche sagt Südkorea-Reise wegen Corona-Erkrankung ab

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat ihre für diese Woche geplante Reise nach Südkorea wegen einer Corona-Erkrankung abgesagt. Das teilte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag mit. Reiche sollte am Mittwoch nach Ostasien reisen und ab Donnerstag in Seoul an der Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft teilnehmen.

Richtungsweisende Parlamentswahl in Israel - Enges Rennen erwartet

In Israel wählen die Menschen erstmals seit dem Hamas-Überfall auf das Land ein neues Parlament: Direkt nach der Öffnung der Wahllokal am Dienstagmorgen herrschte großer Andrang, die Wahlbehörde sprach von der höchsten Wahlbeteiligung in den ersten drei Stunden seit 1981. Die Abstimmung gilt als Richtungswahl in dem stark gespaltenen Land. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem rechtsgerichteten Lager des langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem Block des Mitte-Rechts-Oppositionspolitikers Gadi Eisenkot. Mit ersten Hochrechnungen wird nach Schließung der Wahllokale um 22.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MEZ) gerechnet.

Pistorius und vier Amtskollegen fordern "stärkeres Europa für stärkere Nato"

Europa muss nach Ansicht von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und vier seiner europäischen Amtskollegen mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen. Über Generationen hätten die Menschen in Europa in Frieden leben dürfen, schreiben die Verteidigungsminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Polens und Großbritanniens in einem am Dienstag veröffentlichten Gastbeitrag für den "Tagesspiegel". "Unsere Generation steht nun vor der Aufgabe, Europas Frieden und unsere Zukunft zu bewahren."

Textgröße ändern: