Pallade Veneta - Netanjahu und König Abdullah sprechen in Amman über Lage auf dem Tempelberg

Netanjahu und König Abdullah sprechen in Amman über Lage auf dem Tempelberg


Netanjahu und König Abdullah sprechen in Amman über Lage auf dem Tempelberg
Netanjahu und König Abdullah sprechen in Amman über Lage auf dem Tempelberg / Foto: Sebastian Scheiner, Yousef ALLAN - POOL/AFP/Archiv

Nach jahrelanger Pause sind Jordaniens König Abdullah II. und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Dienstag zu Gesprächen zusammengekommen, bei denen es auch um die brisante Lage am Jerusalemer Tempelberg ging. Nach Angaben des jordanischen Königspalastes betonten der König und Netanjahu bei ihrem Treffen in der jordanischen Hauptstadt Amman, wie wichtig es sei, dessen "historischen und rechtlichen Status zu respektieren".

Textgröße ändern:

Der Tempelberg in Jerusalem steht unter jordanischer Verwaltung. Das Judentum verehrt den Tempelberg als seinen heiligsten Ort. Für Muslime ist der Hügel mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee die drittheiligste Stätte nach Mekka und Medina. Um Provokationen zu vermeiden, dürfen nicht-muslimische Besucher ihn zwar zu bestimmten Zeiten besuchen, aber dort nicht beten.

Das Büro Netanjahus teilte mit, bei dem Treffen in Amman seien "regionale Fragen" und die Zusammenarbeit beider Länder besprochen worden. Die Beziehungen zwischen beiden Nachbarländern sind seit Jahren angespannt. Zuletzt trafen sich die beiden Politiker 2018 in Jordanien.

Am 3. Januar hatte der rechtsradikale israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg besucht. Der Besuch war international scharf kritisiert worden.

Netanjahu, der bereits von 2009 bis 2021 Ministerpräsident war, hat im vergangenen Monat erneut die Regierungsgeschäfte übernommen. Dafür verbündete er sich mit ultrarechten und ultraorthodoxen Parteien und führt die am weitesten rechts stehende Regierung in der Geschichte Israels an.

Sein Besuch in Amman am Dienstag war die erste offizielle Auslandsreise Netanjahus seit Amtsantritt. Jordanien war 1994 nach Ägypten das zweite arabische Land, das einen Friedensvertrag mit dem benachbarten Israel unterzeichnete.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Richtungsentscheidung in Israel: Wahllokale öffnen für Parlamentswahl

In Israel hat die erste Parlamentswahl seit dem Hamas-Überfall begonnen. Am Dienstagmorgen um 07.00 Uhr (Ortszeit, 06.00 Uhr MEZ) öffneten die Wahllokale des Landes. Die Abstimmung gilt als Richtungswahl über die künftige Ausrichtung Israels. Zwar hat die Opposition gute Chancen, die amtierende Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu abzulösen. Allerdings wird ein enges Rennen erwartet. Mit ersten Hochrechnungen wird nach Schließung der Wahllokale um 22.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MEZ) gerechnet.

US-Verteidigungsministerium benennt erstes Atom-U-Boot für australischen Marinestützpunkt

Das US-Verteidigungsministerium hat im Rahmen seines Verteidigungsabkommens mit Australien ein erstes Atom-U-Boot benannt, das in einem strategisch wichtigen Hafen an der Westküste des Landes stationiert werden soll. Wie die Verbündeten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, wird die "USS Colorado" Ende 2027 den neuen australischen Stützpunkt anlaufen.

Merz zum Auftakt seiner Asienreise in Singapur

Zum Auftakt seiner mehrtägigen Asienreise wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag in Singapur erwartet. In dem Stadtstaat wird der Kanzler unter anderem Premierminister Lawrence Wong und Präsident Tharman Shanmugaratnam treffen. Beim Institute for Southeast Asian Studies soll Merz die sogenannte Singapore Lecture halten. Bei der Rede dürfte er sich ausführlicher zu den Beziehungen zu den Staaten des Indopazifik äußern. Auch ein Besuch des Hafens PSA Horizons ist geplant.

Israelis wählen neues Parlament - Netanjahu unter Druck

In Israel wird am Dienstag ein neues Parlament gewählt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu tritt nach insgesamt mehr als 19 Jahren als Regierungschef erneut als Spitzenkandidat seiner konservativen Likud-Partei an. Seinen Herausforderern werden gute Chancen eingeräumt, vor allem dem Mitte-rechts-Kandidaten und ehemaligen Armeechef Gadi Eisenkot. Es wird ein enges Rennen erwartet.

Textgröße ändern: