Pallade Veneta - Stadtwerke dringen auf "massive Beschleunigung" beim Windkraft-Ausbau

Stadtwerke dringen auf "massive Beschleunigung" beim Windkraft-Ausbau


Stadtwerke dringen auf "massive Beschleunigung" beim Windkraft-Ausbau
Stadtwerke dringen auf "massive Beschleunigung" beim Windkraft-Ausbau / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der auch die Stadtwerke vertritt, hat eine "massive Beschleunigung" bei der Genehmigung von Windkraftanlagen gefordert. Die Bundesregierung "kann und muss den Turbo zünden", sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag.

Textgröße ändern:

Seit Dezember gebe es im Rahmen der EU-Notfallverordnung ganz neue Möglichkeiten: "In all den Gebieten, die für Windkraft vorgesehen sind, in denen vorgeprüft wurde, sind demnach keine zusätzlichen Umweltverträglichkeitsprüfungen oder artenschutzrechtliche Prüfungen mehr erforderlich – sogenannte Go-to-Areas", sagte Liebing. "Das ist eine gewaltige Chance, die Verfahren massiv zu beschleunigen, deswegen muss das sofort in deutsches Recht umgesetzt werden."

Entsprechende Pläne von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) waren kurzfristig von der Kabinetts-Agenda am Mittwoch gestrichen worden - der "NOZ" zufolge auf Druck von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne). Ihr Ministerium wies diese Darstellung gegenüber AFP als falsch zurück. Die Vorlage des Wirtschaftsministeriums sei vielmehr "geeint" mit dem Umweltministerium ins Kabinett eingebracht worden. Entschieden wurde darüber am Mittwoch nicht.

Als weiteres Risiko der Energiewende nannte Liebing fehlende Gaskraftwerke. "Wir benötigen neue Kapazitäten von mehr als 20 Gigawatt bis 2030. Bis jetzt investiert niemand in neue Gaskraftwerke, weil die Wirtschaftlichkeit nicht garantiert ist", sagte der VKU-Hauptgeschäftsführer der "NOZ". Die Kraftwerke sollen nur Strom produzieren, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.

"Beim aktuellen Marktdesign ist das unmöglich", sagte Liebing. Nötig sei "eine Vergütung der Vorhalteleistung, selbst wenn sie nicht abgerufen wird, und zwar schnellstmöglich". Genehmigung und Bau solcher Kraftwerke brauchten Jahre. "Wenn wir nicht spätestens bis zum Sommer Investitionssicherheit erhalten, laufen wir trotz Erneuerbaren-Zubau sehenden Auges in ein Versorgungsproblem, also Stromknappheit bei Dunkelflauten. Das wäre für den Standort Deutschland ein hohes Risiko."

E.Magrini--PV

Empfohlen

Richtungsentscheidung in Israel: Wahllokale öffnen für Parlamentswahl

In Israel hat die erste Parlamentswahl seit dem Hamas-Überfall begonnen. Am Dienstagmorgen um 07.00 Uhr (Ortszeit, 06.00 Uhr MEZ) öffneten die Wahllokale des Landes. Die Abstimmung gilt als Richtungswahl über die künftige Ausrichtung Israels. Zwar hat die Opposition gute Chancen, die amtierende Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu abzulösen. Allerdings wird ein enges Rennen erwartet. Mit ersten Hochrechnungen wird nach Schließung der Wahllokale um 22.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MEZ) gerechnet.

US-Verteidigungsministerium benennt erstes Atom-U-Boot für australischen Marinestützpunkt

Das US-Verteidigungsministerium hat im Rahmen seines Verteidigungsabkommens mit Australien ein erstes Atom-U-Boot benannt, das in einem strategisch wichtigen Hafen an der Westküste des Landes stationiert werden soll. Wie die Verbündeten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, wird die "USS Colorado" Ende 2027 den neuen australischen Stützpunkt anlaufen.

Merz zum Auftakt seiner Asienreise in Singapur

Zum Auftakt seiner mehrtägigen Asienreise wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag in Singapur erwartet. In dem Stadtstaat wird der Kanzler unter anderem Premierminister Lawrence Wong und Präsident Tharman Shanmugaratnam treffen. Beim Institute for Southeast Asian Studies soll Merz die sogenannte Singapore Lecture halten. Bei der Rede dürfte er sich ausführlicher zu den Beziehungen zu den Staaten des Indopazifik äußern. Auch ein Besuch des Hafens PSA Horizons ist geplant.

Israelis wählen neues Parlament - Netanjahu unter Druck

In Israel wird am Dienstag ein neues Parlament gewählt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu tritt nach insgesamt mehr als 19 Jahren als Regierungschef erneut als Spitzenkandidat seiner konservativen Likud-Partei an. Seinen Herausforderern werden gute Chancen eingeräumt, vor allem dem Mitte-rechts-Kandidaten und ehemaligen Armeechef Gadi Eisenkot. Es wird ein enges Rennen erwartet.

Textgröße ändern: