Pallade Veneta - Selenskyj dankt London bei Besuch für rasche Hilfe für die Ukraine

Selenskyj dankt London bei Besuch für rasche Hilfe für die Ukraine


Selenskyj dankt London bei Besuch für rasche Hilfe für die Ukraine
Selenskyj dankt London bei Besuch für rasche Hilfe für die Ukraine / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Mittwoch Großbritannien besucht und dem Land für seine rasche Unterstützung im Krieg gegen Russland gedankt. "Das Vereinigte Königreich war eines der ersten (Länder), die der Ukraine zur Hilfe kamen. Und heute bin ich in London, um der britischen Bevölkerung persönlich für ihre Unterstützung und Premierminister Rishi Sunak für seine Führung zu danken", schrieb der ukrainische Staatschef am Mittwoch in Online-Netzwerken.

Textgröße ändern:

Selenskyj war am Vormittag am Flughafen Stansted in Londoner Nordosten gelandet. Seine Reise nach London hatte die britische Regierung erst kurz zuvor bekanntgegeben - es ist der zweite Besuch Selenskyjs im Ausland seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine vor fast einem Jahr; im Dezember war er in Washington gewesen.

In Stansted begrüßte ihn Sunak mit einer Umrarmung, bevor beide sich zu Gesprächen im Amtssitz des Premiers in der Londoner Downing Street begaben.

Die britische Regierung hatte zuvor verkündet, dass sie der Ukraine eine Ausbildung unter anderem für fortgeschrittene ukrainische Kampfjet-Piloten anbieten werde. Bei der Lieferung von Kampfflugzeugen war Sunak bislang zurückhaltend gewesen - in der vergangenen Woche erklärte er, dass dies "Monate" oder sogar "Jahre" an Ausbildung für die Piloten erfordern würde. Das angekündigte Training scheint nun die Türen für eine Kampfjet-Lieferung zu öffnen, zu der Kiew seine Unterstützer seit geraumer Zeit drängt.

Zudem gab London ein weiteres zusätzliches Sanktionspaket bekannt. Die neuen Strafmaßnahmen würden "den wirtschaftlichen Druck auf Putin beschleunigen - seine Kriegsmaschinerie untergraben, um der Ukraine zum Sieg zu verhelfen", erklärte der britische Außenminister James Cleverly.

Die neuen Sanktionen zielen demnach auf sechs Organisationen, die Russland militärische Ausrüstung wie etwa Drohnen liefern. Überdies treffen sie acht Menschen und eine weitere Organisation, die nach Angaben der Regierung in Verbindung stehen zu "ruchlosen Finanznetzwerken, die dazu beitragen, den Reichtum und die Macht der Kreml-Eliten zu erhalten".

Vor dem Parlament sagte Sunak, Großbritannien werde "die Ukraine weiterhin unterstützen, um in diesem Jahr einen entscheidenden militärischen Sieg auf dem Schlachtfeld sicherzustellen". Die Aggression des russischen Präsidenten Wladimir Putin "kann in keiner Weise als erfolgreich angesehen werden und deshalb haben wir unsere militärische Unterstützung für die Ukraine beschleunigt und verstärkt", führte Sunak fort.

Der Premier sagte, er schließe sich den Worten des Oppositionsführers Keir Starmer von der Labour-Partei an: Demnach werde Großbritannien so lange an der Seite der Ukraine stehen, bis Putins Niederlage erreicht sei, und Großbritannien werde sicherstellen, "dass die Ukraine nicht nur siegreich ist, sondern dass wir ihrer Bevölkerung Frieden bringen."

Neben einer Rede vor dem Parlament und Gesprächen mit Sunak steht für Selenskyj in Großbritannien auch eine Visite bei ukrainischen Soldaten auf dem Programm. Nach Angaben des Buckingham-Palasts ist auch ein Treffen mit König Charles III. geplant

Großbritannien ist einer der vehementesten Unterstützer der Ukraine im russischen Angriffskrieg. Im vergangenen Jahr stellte London Kiew 2,3 Milliarden Pfund (rund 2,5 Milliarden Euro) an Militärhilfe zur Verfügung - die zweithöchste Summe nach den USA.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Verteidigungsministertreffen: Pistorius spricht Putin ernsthaften Friedenswillen ab

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Kremlchef Wladimir Putin vor dem Hintergrund der für November in Aussicht gestellten Dreiergespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA mangelnden Friedenswillen vorgeworfen. "Putin simuliert immer mal wieder Gesprächsbereitschaft", sagte Pistorius am Montag nach einem E5-Verteidigungsministertreffen in Paris. "Nichts, aber auch gar nichts" deute darauf hin, dass Putin "an einem Waffenstillstand oder gar an einem Frieden interessiert ist".

Iran und Länder des Mekka-Abkommens vereinbaren weitere Gespräche über Zusammenarbeit

Der Iran und die drei Länder des sogenannten Mekka-Abkommens haben nach einem ersten Treffen in Teheran nach Angaben staatlicher Medien weitere Gespräche über eine Stärkung ihrer Zusammenarbeit vereinbart. Die iranischen Vertreter sowie jene Saudi-Arabiens, der Türkei und Pakistans seien darüber übereingekommen, dabei auch über "regionalen Frieden und Sicherheit" zu sprechen, hieß es im staatlichen iranischen Fernsehen am Montag.

UN-Ermittler werfen Israel Verbrechen der "Auslöschung" im Westjordanland vor

Einen Tag vor der Parlamentswahl in Israel haben im Auftrag der Vereinten Nationen tätige unabhängige Ermittler dem Land Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Westjordanland vorgeworfen. Darunter sei der Vorwurf der "Auslöschung", erklärte die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Im Gazastreifen begehe Israel zudem weiterhin "Akte des Völkermords". Dort wurden nach palästinensischen Angaben fünf Menschen bei israelischen Angriffen getötet.

Venezuela: Oppositionsführerin Machado zu Treffen mit Übergangspräsidentin bereit

Nach ihrer überraschenden Rückkehr nach Venezuela hat die Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ihre Bereitschaft zu einem Treffen mit Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez erklärt. Machado wäre bereit, "sich nicht nur mit Rodríguez zusammenzusetzen, sondern mit wem auch immer sie es tun sollte, vor dem ganzen Land, in völliger Transparenz und mit einer Agenda", sagte ihre Sprecherin Claudia Macero am Montag im Sender Union Radio.

Textgröße ändern: