Pallade Veneta - Nouripour nennt langsame Umsetzung von Waffen-Zusagen für Kiew "unerträglich"

Nouripour nennt langsame Umsetzung von Waffen-Zusagen für Kiew "unerträglich"


Nouripour nennt langsame Umsetzung von Waffen-Zusagen für Kiew "unerträglich"
Nouripour nennt langsame Umsetzung von Waffen-Zusagen für Kiew "unerträglich" / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour beklagt eine schleppende Umsetzung der zugesagten Waffenlieferungen an die Ukraine. "Die Langsamkeit ist unerträglich", sagte er am Donnerstag von Kiew aus im Deutschlandfunk. "Ein zentrales Gesprächsthema ist hier Zeit, die den Ukrainern zwischen den Fingern verrinnt, während Putin Zeit hat."

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Nouripour äußerte die Befürchtung, dass es "in Richtung 24. Februar", also rund um den Jahrestag des Kriegsbeginns, zu einer russischen Großoffensive kommen könnte. "Dann wird man sehen, wie viel Zeit genutzt worden ist und wie viel nicht", mahnte er. "Deswegen ist Langsamkeit sicher nichts, was man ertragen sollte, sondern was wir versuchen sollten, in Griff zu bekommen."

Der Grünen-Vorsitzende räumte mit Blick auf die Waffenlieferungen ein, "dass wir weit davon entfernt sind, umzusetzen, was wir beschlossen haben". Das liege an "vielen Faktoren", unter anderem "an teilweise fehlenden Vorbereitungen" und auch "an den europäischen Partnerstaaten", sagte er. "Ich wäre sehr froh und dankbar, wenn wir beschleunigen könnten die Lieferung der Kampfpanzer, da wären wir schon einen Schritt weiter."

Nouripour war am Mittwoch in Kiew eingetroffen. Der Vizepräsident des ukrainischen Parlaments, Oleksandr Kornijenko, veröffentlichte auf Twitter ein Foto von einem Treffen mit Nouripour und bezeichnete diesen als "Freund". Auch der ukrainische Vizeaußenminister Andrij Melnyk, früher Botschafter seines Landes in Deutschland, schrieb auf Twitter: "Herzlich willkommen mein lieber Freund Omid Nouripour."

Während seines Besuchs sei ein zentrales Thema der Gespräche, "wie sehr wir drauf gefasst sind, dass dieser Krieg länger dauern kann", sagte Nouripour im Deutschlandfunk. "Ob wir tatsächlich auch den langen Atem miteinander haben." Seine Gesprächspartner wollten keine "übermorgigen Waffendebatten" führen, sondern hätten vielmehr konkrete Fragen zur Umsetzung der bisherigen Zusagen.

C.Grillo--PV

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