Pallade Veneta - 18 Flüchtlinge tot in Lkw in Bulgarien aufgefunden

18 Flüchtlinge tot in Lkw in Bulgarien aufgefunden


18 Flüchtlinge tot in Lkw in Bulgarien aufgefunden
18 Flüchtlinge tot in Lkw in Bulgarien aufgefunden / Foto: STRINGER - AFP

Nach dem Tod von 18 Flüchtlingen in einem Lkw in Bulgarien hat die Polizei sieben Verdächtige festgenommen. Unter den Festgenommenen sei auch der mutmaßliche Anführer des Schlepperrings, sagte ein Regierungsvertreter in Sofia am Samstag. Neben dem außerhalb der Hauptstadt Sofia abgestellten Lkw waren am Freitag die Leichen von 18 Afghanen entdeckt worden, die über die Türkei nach Westeuropa gelangen wollten. Insgesamt waren 52 Menschen in dem Lastwagen, 34 Überlebende kamen ins Krankenhaus.

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Nach ersten Erkenntnissen waren die Opfer erstickt. Anwohner hatten den Lkw in einem Dorf rund 20 Kilometer von Sofia entfernt entdeckt und die Polizei alarmiert.

Nach Krankenhaus-Angaben erlitten mehrere der Überlebenden Kohlenmonoxid-Vergiftungen, weil sie in dem schlecht isolierten Lkw Auspuffgase eingeatmet hatten. Die Menschen hätten nur wenig Sauerstoff bekommen und seien schwer dehydriert, sagte der Notfallmediziner Spas Spaskow dem Fernsehsender Nova. Zudem hätten sie bereits seit Tagen nichts mehr gegessen.

Bis Samstag wurden nach Regierungsangaben insgesamt sieben Verdächtige festgenommen. Der mutmaßliche Anführer des Schlepperringes ist demnach bereits wegen Menschenschmuggels vorbestraft.

Das EU-Mitgliedsland Bulgarien grenzt im Süden an die Türkei. Zuletzt stieg die Zahl der Menschen, die über die Grenze in die EU gelangen wollen. Bulgarien hat daher die Kontrollen entlang des 234 Kilometer langen Stacheldrahtzauns verstärkt, der fast die gesamte Grenze zur Türkei abdeckt.

Nach Angaben des bulgarischen Innenministeriums verhinderte die Grenzpolizei im vergangenen Jahr 164.000 Versuche von "irregulären Grenzübertritten". Im Jahr 2021 lag die Zahl demnach bei 55.000. Die bulgarische Regierung plant schärfere Gesetze gegen Menschenschmuggel. Schlepper werden bislang meist nur zu einer Geldstrafe oder Bewährungsstrafen verurteilt.

F.M.Ferrentino--PV

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