Pallade Veneta - Habeck: Russischer Einmarsch in Ukraine war "wahrscheinlich unabwendbar"

Habeck: Russischer Einmarsch in Ukraine war "wahrscheinlich unabwendbar"


Habeck: Russischer Einmarsch in Ukraine war "wahrscheinlich unabwendbar"
Habeck: Russischer Einmarsch in Ukraine war "wahrscheinlich unabwendbar"

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine war nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) "wahrscheinlich unabwendbar". Russlands Präsident Wladimir Putin habe "in kaltem Blut diesen Angriff geplant", sagte Habeck am Donnerstagabend in den ARD-Tagesthemen. "Ich bezweifle, dass eine militärische Stärke, außer sie hätte einen Dritten Weltkrieg riskiert, (...) Putin von diesem Schritt hätte abhalten können."

Textgröße ändern:

"Putin hat das so gewollt und wir konnten ihn nicht davon abbringen durch Gespräche und auch nicht durch Drohungen", sagte Habeck weiter. Die Eskalation der Ukraine-Krise sei "eine Niederlage der Diplomatie". Und dennoch müsse weiterhin versucht werden, den Konflikt auf diplomatische Weise zu lösen.

Der Vizekanzler verteidigte die Entscheidung der Bundesregierung, der Ukraine keine Waffen zu liefern. An der militärischen Unterlegenheit der ukrainischen Streitkräfte hätten Waffenlieferungen nichts geändert, "außer unter ganz fürchterlichen Szenarien".

"Ein schwerer politischer Fehler" sei hingegen die energiepolitische Abhängigkeit Deutschlands von Russland und "das Vertrauen auf Gazprom (und) Nord Stream 2" gewesen, sagte Habeck. Das sei es, was "im Moment die deutsche Souveränität am stärksten einschränkt".

In der Konsequenz müssten "die östlichen Nachbarn in Europa, die NATO-Länder" nun stärker beschützt werden. Und auch Deutschland müsse darauf achten, "eine voll wehrfähige Armee" zu haben. Daran "kann man auch Zweifel haben", fügte er hinzu.

Russland hatte am Donnerstagmorgen einen groß angelegten Angriff auf die Ukraine gestartet und war von mehreren Seiten aus einmarschiert. Binnen weniger Stunden rückten die russischen Streitkräfte bis in den Großraum Kiew vor. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj starben auf ukrainischer am ersten Tag der Gefechte mindestens 137 Menschen.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Abfällige Äußerungen Mileis lösen Eklat zwischen Argentinien und Brasilien aus

Abfällige Äußerungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei über Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva haben für einen diplomatischen Eklat zwischen Argentinien und Brasilien gesorgt. Die brasilianische Regierung rief am Sonntag ihren Botschafter in Buenos Aires zurück. Auch bestellte sie den argentinischen Botschafter ein, um ihre "Empörung" über Mileis Äußerungen über Lula und andere Amtsträger zu übermitteln.

Gedenken nach Anschlag bei Berliner CSD: Mahnwachen in vielen deutschen Städten

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag beim Berliner Christopher Street Day (CSD) haben am Sonntagabend deutschlandweit zahlreiche Menschen der Opfer gedacht. Mahnwachen und Spontandemonstrationen gab es nach Angaben von Polizei und von CSD-Vereinen in etlichen Städten vom rheinland-pfälzischen Mainz über Erfurt in Thüringen bis ins sächsische Dresden.

Äußerungen Mileis lösen diplomatische Krise zwischen Argentinien und Brasilien aus

Nach abfälligen Äußerungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei über Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und weitere Amtsträger ist zwischen Argentinien und Brasilien eine diplomatische Krise ausgebrochen. Die brasilianische Regierung rief ihren Botschafter in Buenos Aires zurück und bestellte den argentinischen Botschafter ein, um ihm ihre "Empörung" zu übermitteln und Erklärungen zu verlangen.

CSU-Landesgruppe in Bundestag trifft sich zu Sommerklausur

Inmitten der ersten Kabinettsumbildung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) treffen sich die Bundestagsabgeordneten der CSU am Montag (12.30 Uhr) zu einer zweitägigen Sommerklausur im fränkischen Kloster Banz. Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder stößt zu den Beratungen der CSU-Landesgruppe dazu.

Textgröße ändern: