Pallade Veneta - Guterres fordert jährlich 500 Milliarden Dollar von reichen für ärmere Staaten

Guterres fordert jährlich 500 Milliarden Dollar von reichen für ärmere Staaten


Guterres fordert jährlich 500 Milliarden Dollar von reichen für ärmere Staaten
Guterres fordert jährlich 500 Milliarden Dollar von reichen für ärmere Staaten / Foto: AHMAD AL-RUBAYE - AFP

UN-Generalsekretär António Guterres hat den reichen Ländern der Welt vorgeworfen, arme Staaten mit "räuberischen" Zinssätzen auszubremsen. Er forderte auf einem Gipfeltreffen der am wenigsten entwickelten Länder am Samstag in Doha von den reichen Ländern Hilfen in Höhe von etwa 500 Milliarden US-Dollar im Jahr (rund 470 Milliarden Euro). Damit solle den ärmsten Staaten auf der Welt geholfen werden, die in "Teufelskreisen gefangen sind".

Textgröße ändern:

"Die wirtschaftliche Entwicklung ist schwierig, wenn Länder an Ressourcenmangel leiden, in Schulden ertrinken und immer noch mit der historischen Ungerechtigkeit einer ungleichen Reaktion auf Covid-19 kämpfen", sagte Guterres weiter. Die ärmsten Länder der Welt haben wiederholt eine ungleiche Verteilung von Corona-Impfstoffen kritisiert.

Eine nicht selbst verursachte Klimakatastrophe zu bekämpfen, sei eine "Herausforderung, wenn die Kapitalkosten himmelhoch sind" und die erhaltenen finanziellen Hilfen "ein Tropfen auf dem heißen Stein" sind, sagte der UN-Generalsekretär. Die "Giganten fossiler Energien" machten "riesige Gewinne, während Millionen Menschen in Ihren Ländern kein Essen auf den Tisch bringen können".

Das globale Finanzsystem sei von den wohlhabenden Ländern gestaltet worden - "weitgehend zu ihrem Vorteil", sagte Guterres. Viele der ärmeren Staaten würden ohne Liquidität "durch räuberische Zinssätze von den Kapitalmärkten ausgeschlossen".

Der Gipfel der 46 am wenigsten entwickelten Länder findet normalerweise alle zehn Jahre statt. Wegen der Corona-Pandemie wurde er seit 2021 zwei Mal verschoben. Mit Afghanistan und Myanmar nehmen zwei der ärmsten Länder nicht an dem Treffen teil, weil ihre Regierungen nicht von den UN-Mitgliedsstaaten anerkannt werden.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Ukraine führt neues zweistufiges Luftalarm-System ein

Die Ukraine überarbeitet ihr Luftalarm-System und führt ein zweistufiges Warnsystem ein. Je nach Art der Bedrohung werde künftig eine Warnung der Stufe gelb oder rot ausgegeben, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Onlinediensten mit. "In der Regel wird die Stufe gelb einen Drohnenangriff anzeigen, während die Stufe rot auf eine Raketenbedrohung hinweisen wird", erläuterte er.

"Trump-Straße": Trump erwägt Umbenennung der Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump erwägt, der Straße von Hormus seinen Namen zu geben. Da die Meerenge "nun unter US-Kontrolle steht, sollten wir die Straße von Hormus in Trump-Straße umbenennen???", fragte der Präsident am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Er fügte hinzu, die Wasserstraße wäre dann "wie Amerika selbst 'heißer' denn je zuvor".

"Brutale Diktatur": USA rufen Partner zur Ächtung Nicaraguas auf

Nach dem Ausschluss von Oppositionspolitikern bei Wahlen in Nicaragua haben die USA zur Ächtung des Landes aufgerufen. "Die Vereinigten Staaten fordern ihre internationalen Partner nachdrücklich auf, ihren gewöhnlichen Umgang mit dieser brutalen Diktatur unverzüglich einzustellen", erklärte das Außenministerium am Mittwoch in Washington. Das Parlament von Nicaragua hatte zuvor die von Langzeitpräsident Daniel Ortega geforderten Restriktionen gebilligt.

Textgröße ändern: