Pallade Veneta - Studie: Klimawandel kostet Deutschland bis 2050 bis zu 910 Milliarden Euro

Studie: Klimawandel kostet Deutschland bis 2050 bis zu 910 Milliarden Euro


Studie: Klimawandel kostet Deutschland bis 2050 bis zu 910 Milliarden Euro
Studie: Klimawandel kostet Deutschland bis 2050 bis zu 910 Milliarden Euro / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Klimawandel könnte einer Studie zufolge in Deutschland bis zum Jahr 2050 bis zu 910 Milliarden Euro kosten. Je nach Ausmaß der Klimakrise könnten die Kosten demnach bei 280 bis 910 Milliarden Euro liegen, wie es in der am Montag in Berlin vorgestellten Studie hieß. Demnach entstanden zwischen 2000 und 2021 etwa durch Hitze, Dürre und die Flutkatastrophe 2021 bereits Schadenskosten in Höhe von mindestens 145 Milliarden Euro.

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Vorgestellt wurde die Studie gemeinsam vom Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundesumweltministerium und dem an der Studie beteiligten Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). "Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass wir ambitionierten Klimaschutz sehr ernst nehmen müssen. Sonst besteht die Gefahr, künftigen Generationen hohe Schadenskosten aufzubürden", betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Stefan Wenzel (Grüne).

Die Studie untersuchte auf Grundlage von Daten des Weltklimarats IPCC drei Szenarien: Demnach könnten die Kosten bei "schwachem" Klimawandel bis 2050 bei bis zu 280 Milliarden liegen, bei "mittlerem" Klimawandel bei 530 Milliarden Euro und bei "starkem" Klimawandel bei bis zu 910 Milliarden Euro.

Dabei weisen die Autorinnen und Autoren der Studie jedoch darauf hin, dass Anpassungsmaßnahmen die Kosten stark senken könnten - bei schwachem Klimawandel könnten die Kosten komplett verhindert werden, bei mittlerem Klimawandel sei eine Verringerung der Schäden um 110 Milliarden Euro und bei starkem Klimawandel um 350 Milliarden Euro möglich.

Demnach kann beispielsweise die Kohlenstoffspeicherung im Boden durch den Erhalt von Wäldern oder Mooren Treibhausgase mindern und zur Anpassung an Klimawandelfolgen beitragen. Umweltstaatssekretärin Christiane Rohleder betonte bei der Vorstellung der Studie in Berlin, dass Klimaschutz die "allererste Anpassungsaufgabe" sei. Je mehr gedrosselt werden könne, desto weniger Schäden werde es geben.

Außerdem machte Rohleder auf das geplante Klimaanpassungsgesetz der Bundesregierung aufmerksam, mit dem vorsorgende Klimaanpassung betrieben werden solle. Der Referentenentwurf des Gesetzes gehe demnächst in die Ressortabstimmung. Zudem wies sie darauf hin, dass das Grundgesetz bislang die gemeinsame Finanzierung von Bund, Ländern und Kommunen der wirtschaftlichen Klimafolgekosten noch nicht zulasse. Sie plädierte dahingehend für eine Grundgesetzänderung, um dies als Gemeinschaftsausgabe zu verankern.

An der Studie hatten das IÖW, die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) und die Prognos AG gearbeitet. Das Bundeswirtschaftsministerium beauftragte die Untersuchung, das Bundesumweltministerium begleitete sie.

G.Riotto--PV

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