Pallade Veneta - Mann in Hessen wegen Hetze gegen Bürgermeister zu Geldstrafe verurteilt

Mann in Hessen wegen Hetze gegen Bürgermeister zu Geldstrafe verurteilt


Mann in Hessen wegen Hetze gegen Bürgermeister zu Geldstrafe verurteilt
Mann in Hessen wegen Hetze gegen Bürgermeister zu Geldstrafe verurteilt / Foto: Damien MEYER, - - AFP/Archiv

Das Amtsgericht im hessischen Michelstadt hat einen Mann wegen Hassbotschaften gegen einen Bürgermeister zu einer Geldstrafe in Höhe von 2100 Euro verurteilt. Er habe sich wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten, Bedrohung und Nachstellung schuldig gemacht, teilte das Amtsgericht am Montagabend mit.

Textgröße ändern:

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann über den Messengerdienst Telegram im November 2021 in einer öffentlich zugänglichen Gruppe zu Bedrohungen und Nachstellungen gegen den Bürgermeister der Stadt Erbach, Peter Traub (parteilos), aufgerufen hatte. Hintergrund war die von Traub angeordnete Schließung einer Bäckerei, die wiederholt gegen die damals gültigen Coronaverordnungen verstoßen hatte.

Die Schließung wurde von der Polizei durchgesetzt, es kam zu Demonstrationen von Gegnern der Maßnahme. Das Gericht wies in seinem Urteil auf die "besonders aufgeheizte öffentliche Stimmung im Zuge der Schließung der Bäckerei" hin. In dieser habe der Mann eine mögliche gewalttätige Auseinandersetzung hervorrufen wollen. Damit habe er die Grenze zu einer straflosen Meinungsäußerung deutlich überschritten.

Nach Angaben des Gerichts räumte die Verteidigung die Vorwürfe ein, berief sich aber darauf, dass es sich um eine Meinungsäußerung gehandelt habe. Zudem habe er den Beitrag nach fünf Minuten wieder gelöscht. Traub, der als Nebenkläger in dem Prozess auftrat, schilderte vor Gericht seine Sorge und Betroffenheit aufgrund der gegen ihn und seine Familie gerichteten Drohungen. Mit dem Urteil folgte das Gericht den Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Minister: Israel plant Umsiedlung von Bevölkerung des Gazastreifens

Israel hat nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz Pläne zur Umsiedlung von Palästinensern aus dem Gazastreifen. Die USA müssten allerdings noch klären, wohin die Bewohner umgesiedelt werden könnten, sagte Katz am Mittwoch. "Ohne diese Migration gibt es letztendlich keine wirkliche Lösung für den Gazastreifen", sagte der Minister. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besuchte derweil Soldaten im Gazastreifen.

Selenskyj bietet Deutschland nach Anschlagsversuch in Leipzig Hilfe an

Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Deutschland Unterstützung angeboten. Die Ukraine sei bereit, mit "Fachwissen, Erfahrung oder in anderen Bereichen" zu helfen, in denen Deutschland Unterstützung benötige, erklärte Selenskyj am Mittwoch nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Nach Angriff auf Hochzeitsfeier: Teheran wirft den USA "Kriegsverbrechen" vor

Nach einem Angriff auf eine Hochzeitsfeier mit mindestens vier Toten in der Provinz Sirik im Süden des Iran hat Teheran den USA "Kriegsverbrechen" vorgeworfen. "Die Wahrheit über diesen völkerrechtswidrigen Krieg und das wahre Gesicht des Kriegsverbrechens zeigen sich in Sirik, wo eine Hochzeitsfeier brutal bombardiert wurde", erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am Mittwoch im Onlinedienst X. Die US-Armee äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall und betonte lediglich, niemals auf Zivilisten zu zielen.

"Sprache der Eskalation": Bundesregierung weist Kritik aus Moskau zurück

Die Bundesregierung hat die Kritik Russlands an den neu verhängten deutschen Sanktionen zurückgewiesen. Zu den Äußerungen aus Moskau sagte Vizeregierungssprecher Steffen Meyer am Mittwoch in Berlin: "Das ist sicherlich eine Sprache der Eskalation, die dort gewählt wird. Unsere Sprache ist es nicht." Die Bundesregierung erwarte, "dass Moskau mit Maßnahmen antworten wird", fügte er hinzu. "Wir sind darauf vorbereitet."

Textgröße ändern: