Pallade Veneta - Kinder kritisieren bei Diskussion im UN-Menschenrechtsrat digitale Ungleichheit

Kinder kritisieren bei Diskussion im UN-Menschenrechtsrat digitale Ungleichheit


Kinder kritisieren bei Diskussion im UN-Menschenrechtsrat digitale Ungleichheit
Kinder kritisieren bei Diskussion im UN-Menschenrechtsrat digitale Ungleichheit / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP

Kinder aus verschiedenen Teilen der Welt haben bei einer Diskussion im UN-Menschenrechtsrat in Genf eine digitale Ungleichheit kritisiert und den Schutz von Minderjährigen im digitalen Umfeld gefordert. "Wenn Technologie und das Internet für Menschen auf der ganzen Welt zum Alltag gehören, warum ist dieses Recht dann immer noch nicht für alle Kinder zugänglich?", fragte die zwölf Jahre alte Mariana aus dem Süden Kolumbiens am Freitag.

Textgröße ändern:

Erstmals in der Geschichte des UN-Menschenrechtsrates waren die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Sitzung minderjährig. Kinder aus Kolumbien, Äthiopien und Malaysia nahmen ebenso an der Veranstaltung teil wie UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk.

Türk verurteilte die digitale Kluft: Weltweit hätten 2,2 Milliarden Menschen unter 25 keinen Internetzugang zu Hause. Sie würden zurückgelassen, sagte Türk und ergänzte, es sei vielleicht an der Zeit, den universellen Zugang zum Internet als Menschenrecht zu verfestigen und nicht nur als Privileg zu betrachten.

Nidhi, eine 14 Jahre alte Podcasterin aus Malaysia, sagte, ein Viertel aller Internetnutzerinnen und Nutzer weltweit seien Kinder. Oft aber "wissen sie nicht einmal, wie sie Onlinetools sicher benutzen oder wie sie ihre persönlichen Daten schützen können".

Die Situation sei "alarmierend", sagte Nidhi. Sie verwies auf Schätzungen, wonach im Schnitt 72 Millionen persönliche Daten über jedes Kind weltweit gesammelt werden, bevor es 13 Jahre alt wird.

Der 17 Jahre alte Kidus aus Äthiopien warnte vor "ernsthaften Herausforderungen" für das Wohlergehen und die Rechte der Kinder, die die digitale Technologie mit sich bringe. Minderjährige seien im Internet etwa Pornografie oder Desinformation ausgesetzt, könnten aber auch Opfer von Cybermobbing und sexueller Ausbeutung werden.

"Ich flehe Sie alle an, alle legislativen und administrativen Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder vor allen Formen von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung in der digitalen Umgebung zu schützen", sagte er vor dem Rat.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Enges Rennen mit Verlängerung: Spannende Stichwahl um Präsidentenamt in Brasilien

Kopf-an-Kopf-Rennen mit Verlängerung: Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt haben die Brasilianer am Sonntag eine Richtungsentscheidung getroffen. Die rund 160 Millionen Wahlberechtigten in Lateinamerikas größter Volkswirtschaft waren aufgerufen, dem 80 Jahre alten linksgerichteten Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva eine weitere Amtszeit zu gewähren oder ihn durch Flávio Bolsonaro, Sohn des rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, zu ersetzen. Auf Betreiben von Lula, der um seine Wiederwahl bangen muss, wurde die Öffnungszeit der Wahllokale wegen mutmaßlicher Behinderungen des öffentlichen Nahverkehrs um zwei Stunden verlängert.

Parlamentswahl in Serbien: Vucic gesteht Niederlage ein

Nach der Parlamentswahl in Serbien hat der langjährige Präsident Aleksandar Vucic die Niederlage seiner seit vielen Jahren herrschenden Fortschrittspartei eingeräumt. "Auf der Grundlage einer geschichteten Stichprobe ist klar, dass wir diese Wahlen verloren haben", sagte Vucic am Sonntagabend vor seinen Anhängern in der Parteizentrale in Belgrad. Bei der Wahl hatte die aus einer studentischen Protestbewegung hervorgegangene Studentska Lista Vucics Serbische Fortschrittspartei (SNS) herausgefordert.

Debatte über Gewalt nach den Protesten in Frankreich

Nach den Ausschreitungen in Frankreich streiten deutsche und Schweizer Medien über politische Gewalt, staatliche Autorität und die Verantwortung linker Bewegungen.

Dobrindt will Hürden für Vergesellschaftungen erhöhen

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt plant ein Investitionsschutzgesetz, das Vergesellschaftungen an strengere Voraussetzungen und Entschädigungen zum Verkehrswert binden soll.

Textgröße ändern: