Pallade Veneta - Grüne pochen auf "Milliarden-Programm" für Heizungstausch

Grüne pochen auf "Milliarden-Programm" für Heizungstausch


Grüne pochen auf "Milliarden-Programm" für Heizungstausch
Grüne pochen auf "Milliarden-Programm" für Heizungstausch / Foto: Yann Schreiber - AFP

Beim geplanten Förderprogramm für den Heizungstausch pochen die Grünen auf umfassende Unterstützung der Verbraucherinnen und Verbraucher. "Bei der Umstellung werden wir darauf achten, dass niemand mit den Investitionskosten überfordert wird", sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Montag. "Dafür werden wir ein Milliarden-Programm auflegen, mit dem gezielt Menschen mit weniger Geld Unterstützung erhalten."

Textgröße ändern:

Audretsch betonte, Deutschland müsse "weg" von teurem Gas und Öl aus Russland. Erneuerbares Heizen bringe Klimaschutz, mehr Unabhängigkeit von Diktatoren, Sicherheit im Winter und sei "auf die Strecke" auch deutlich günstiger. "Menschen, die jetzt umstellen, können über die nächsten Jahre bares Geld sparen", sagte er.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte am Wochenende aus Haushaltsgründen die Erwartung an ein großes Heizungs-Förderprogramm gedämpft. "Die Möglichkeiten der Förderung durch den Staat sind begrenzt", sagte er der "Bild am Sonntag". Es werde jedoch an einem Förderprogramm gearbeitet, "das beachtlich sein wird".

FDP-Fraktionschef Christian Dürr sagte am Montag im ZDF-"Morgenmagazin", es solle "Anreize geben für den Austausch" einer Heizung. Er sprach sich für eine "Abwrackprämie" aus - eine Förderung würde sich also nach dem Alter der bisherigen Heizungsanlage richten.

Grünen-Chefin Ricarda Lang sagte im NDR, das Geld für ein Förderprogramm komme aus dem Klima- und Transformationsfonds: "Da gibt es bereits einen Topf, da gibt es vorgesehene Gelder und es geht jetzt nur noch um die Details." Lang zufolge wird es einen sozialen Ausgleich geben, so dass Menschen mit geringem Einkommen nicht mehr für Wärmepumpen zahlen müssten, als heute eine Gasheizung kostet.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Richtungsentscheidung in Brasilien: Stichwahl zwischen Lula und Flávio Bolsonaro

Der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva oder der rechtsgerichtete Herausforderer Flávio Bolsonaro: Brasiliens Bürger treffen am Sonntag bei der Stichwahl um das Präsidentenamt eine Richtungsentscheidung. Es zeichnet sich ein äußerst knappes Rennen ab, eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Instituts Datafolha ergab ein Patt. Die erste Wahlrunde vor drei Wochen hatte Bolsonaro mit 47 Prozent der Stimmen überraschend gewonnen, Lula landete mit 45 Prozent knapp dahinter.

Urnengang im Schatten von Drohnenangriffen: Bulgaren wählen Präsidenten

Überschattet von Sicherheitsbedenken nach einer Reihe von Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer wählen die Menschen in Bulgarien am Sonntag ein neues Staatsoberhaupt. In Umfragen lag die frühere Journalistin und sozialistische Europaabgeordnete Ilijana Jotowa, die das Amt erst im Januar übernommen hatte, zuletzt deutlich vorn. Sie fordert Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs und lehnt weitere militärische Unterstützung für Kiew ab, ohne Bulgariens Zugehörigkeit zu EU und Nato infrage zu stellen.

Parlamentswahl in Serbien: Präsident Vucic will Ministerpräsident werden

Trotz einer landesweiten Protestbewegung gegen ihn will Serbiens langjähriger Staatschef Aleksandar Vucic sich bei der vorgezogenen Parlamentswahl am Sonntag das Amt des Ministerpräsidenten sichern. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen seiner Fortschrittspartei mit der Studentska Lista voraus, einer aus Studentenprotesten hervorgegangenen Oppositionsbewegung. Sie war vor zwei Jahren nach dem Einsturz eines frisch renovierten Bahnhofsvordachs in Novi Sad entstanden und entwickelte sich zu einer Bewegung gegen die Regierung und die weitverbreitete Korruption im Land.

Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab - Obama attackiert Regierung

US-Präsident Donald Trump hat vor den Kongresswahlen vom 3. November vorzeitig seine Stimme abgegeben. Trump ging am Samstag in einem Wahllokal in West Palm Beach im Bundesstaat Florida nahe seiner Privatresidenz Mar-a-Lago wählen. Der frühere Präsident Barack Obama übte derweil bei Wahlkampfveranstaltungen demokratischer Kandidaten in Ohio und Michigan scharfe Kritik an Trump. Dessen Regierung warf er unter anderem "Inkompetenz" vor.

Textgröße ändern: