Pallade Veneta - Israelische Armee fängt 25 von 34 Raketen aus dem Libanon ab

Israelische Armee fängt 25 von 34 Raketen aus dem Libanon ab


Israelische Armee fängt 25 von 34 Raketen aus dem Libanon ab
Israelische Armee fängt 25 von 34 Raketen aus dem Libanon ab / Foto: Oren ZIV - AFP

Einen Tag nach den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen israelischen Polizisten und Palästinensern in der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem hat die israelische Armee nach eigenen Angaben 25 aus dem Libanon abgefeuerte Raketen abgefangen. Insgesamt seien "34 Raketen vom Libanon aus auf israelisches Gebiet abgefeuert" worden, teilte die Armee am Donnerstag mit. Fünf davon schlugen demnach in Israel ein, 25 wurden von den Streitkräften abgefangen.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der israelischen Armee war infolge der Raketenangriffe in der Stadt Schlomi und in dem Dorf Betzet im Norden Israels Raketenalarm ausgelöst worden. Israelischen Rettungsdiensten zufolge wurden bei den Raketeneinschlägen mindestens zwei Menschen verletzt - ein Mann durch einen Granatsplitter und eine Frau auf dem Weg zum Schutzraum.

Zu den Raketenangriffen bekannte sich zunächst niemand. Zuvor hatte jedoch die pro-iranische Hisbollah im Libanon angekündigt, palästinensische Gruppen nach den gewaltsamen Zusammenstößen auf dem Tempelberg "mit allen Maßnahmen" gegen Israel zu unterstützen.

In der Nacht zum Mittwoch hatte die israelische Polizei eigenen Angaben zufolge mehr als 350 Menschen festgenommen, nachdem sich "Unruhestifter" in der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem verbarrikadiert hätten. Beamte seien mit Steinen beworfen und Feuerwerkskörper seien gezündet worden. Am Abend war dann es zu weiteren Zusammenstößen in der drittheiligsten Stätte des Islam gekommen.

Die Hisbollah unterhält nicht nur enge Verbindungen zum Iran, sondern auch zur im Gazastreifen regierenden radikalislamischen Hamas sowie zu der ebenfalls dort aktiven militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Am Mittwoch war Hamas-Chef Ismail Hanijeh zu einem Besuch im Libanon eingetroffen.

Wie AFP aus Hamas-Kreisen erfuhr, sagte Hanijeh einen für Donnerstagnachmittag geplanten Besuch in der südlibanesischen Stadt Sidon aufgrund der "Entwicklungen" ab. Die Quelle fügte hinzu, dass Hanijeh in den nächsten 48 Stunden mit dem Hisbollah-Chef im Libanon, Hassan Nasrallah, zusammentreffen werde.

Zuletzt hatte die pro-iranische Miliz im April vergangenen Jahres Raketen auf Israel abgefeuert. Das israelische Militär hatte darauf mit Artilleriefeuer reagiert.

Israel und der Libanon befinden sich offiziell im Kriegszustand. An der Grenze der beiden Staaten kommt es immer wieder zu Spannungen. Zu Raketenangriffen auf Israel bekannte sich in der Vergangenheit oftmals die Hisbollah.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Bundesregierung will Einkommensteuerreform am Mittwoch beschließen

Das Bundeskabinett soll die von der Regierung geplante Reform der Einkommensteuer am Mittwoch beschließen. Das wurde am Dienstag aus dem Finanzressort in Berlin bestätigt. "Mit der Reform wird die große Mehrheit der Steuerpflichtigen mehr Netto vom Brutto haben", hieß es dazu weiter. Für eine Familie mit zwei Kindern und mittleren Einkommen bedeute dies eine Entlastung von gut 600 Euro.

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Großes Interesse an Briefwahl

Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag gibt es ein großes Interesse an der Briefwahl. Wie das Statistische Landesamt in Halle am Dienstag mitteilte, wurden bis zum 25. August rund 335.000 Briefwahlunterlagen ausgegeben. Das sind rund 20 Prozent aller Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt.

Dobrindt warnt Koalition vor Auswechslung von Spitzenpersonal nach Landtagswahl

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Koalition vor Personaldebatten nach den anstehenden Landtagswahlen gewarnt. "Ich halte nichts von Wechseln von Spitzenpersonal", sagte Dobrindt dem "Stern" laut Vorabmeldung vom Dienstag. "Diese Personaldebatten führen zu nichts und lenken davon ab, dass wir an einem historischen Reformwerk für Deutschland arbeiten." Man arbeite in der Spitze der Koalition "sehr gut und vertrauensvoll" zusammen, sagte der CSU-Politiker weiter.

EU-Verteidigungsminister beraten über Unterstützung der Ukraine und Weltraumstrategie

Die Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister der EU beraten am Dienstag im irischen Wicklow über die weitere Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen Russland (09.30 Uhr MESZ). Dabei wird es unter anderem um die Zusammenarbeit mit der ukrainischen Rüstungsindustrie gehen. Auch die Zukunft der EU-Mission Eumam zur Ausbildung ukrainischer Soldaten soll besprochen werden.

Textgröße ändern: