Pallade Veneta - Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre Haft für Kreml-Kritiker Kara-Mursa

Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre Haft für Kreml-Kritiker Kara-Mursa


Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre Haft für Kreml-Kritiker Kara-Mursa
Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre Haft für Kreml-Kritiker Kara-Mursa / Foto: NATALIA KOLESNIKOVA - AFP/Archiv

Die russische Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag eine 25-jährige Haftstrafe für den unter anderem wegen "Hochverrats" angeklagten Kreml-Kritiker Wladimir Kara-Mursa gefordert. Der Anwalt des Oppositionellen, Wadim Prochorow, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP nach einer Anhörung unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Höhe der beantragten Haft.

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Kara-Mursa werden in dem Fall drei schwere Vorwürfe gemacht: "Hochverrat", Verbreitung von "Falschinformationen" über die russische Armee und die illegale Arbeit für eine "unerwünschte" Organisation. Der Kreml-Kritiker sitzt seit April 2022 in Untersuchungshaft.

Kara-Mursa leidet an einer Nervenkrankheit namens Polyneuropathie, die nach Angaben seines Anwalts durch zwei Vergiftungsversuche in den Jahren 2015 und 2017 ausgelöst wurde. Sein Zustand hat sich im Gefängnis verschlechtert und Kara-Mursa war teilweise zu krank, um an seinen Anhörungen teilzunehmen. Beim Termin am Donnertag war er jedoch anwesend.

In Russland steht eine ganze Reihe von Oppositionellen unter Anklage. Das Vorgehen gegen sie hat sich verschärft, seit Präsident Wladimir Putin im vergangenen Jahr Soldaten in die Ukraine geschickt hatte.

Der bekannte Aktivist Kara-Mursa ist ein langjähriger Gegner Putins. Er war ein Vertrauter des im Jahr 2015 nahe dem Kreml erschossenen Oppositionsführers Boris Nemzow und steht auch dem russischen Regierungskritiker Michail Chodorkowski nahe. Die meisten Widersacher Putins befinden sich im Gefängnis oder im Exil.

F.Amato--PV

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