Pallade Veneta - Bewährungsstrafe für Hamburger Justizangestellte wegen Geheimnisverrats

Bewährungsstrafe für Hamburger Justizangestellte wegen Geheimnisverrats


Bewährungsstrafe für Hamburger Justizangestellte wegen Geheimnisverrats
Bewährungsstrafe für Hamburger Justizangestellte wegen Geheimnisverrats / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Eine Justizangestellte aus Hamburg ist wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen zur einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht der Hansestadt sah es nach Angaben eines Sprechers am Dienstag als erwiesen an, dass die 58-Jährige über einen längeren Zeitraum hinweg zwischen 2016 und 2021 Informationen zu Ermittlungen gegen eine Bande mutmaßlicher Drogenhändler aus Systemen der Staatsanwaltschaft weitergegeben hatte. Ihre Tochter war laut Anklage die Lebensgefährtin eines der Beschuldigten.

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Nach Angaben des Gerichtssprechers gestand die Angeklagte die meisten Taten. Sie sagte während des eintägigen Verfahrens aus, sie habe die Informationen weitergegeben, weil sie Angst um ihre Tochter und ihr Enkelkind für den Fall etwaiger Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden gehabt habe. Gegenleistungen habe sie für die Weiterleitung der Informationen nicht erhalten.

Laut Anklage soll die Frau unter anderem Erkenntnisse zu Ermittlungsverfahren sowie Anklageschriften an den Lebensgefährten ihrer Tochter, Mitglieder ihrer eigenen Familie sowie ein weiteres Mitglied der Rauschgifthändlerbande weitergegeben haben. Die Staatsanwaltschaft forderte eine eineinhalbjährige Bewährungsstrafe, die Verteidigung elf Monate Haft auf Bewährung.

Das Gericht wertete strafmildernd unter anderem, dass die Frau das Unrecht ihrer Taten eingesehen habe. Strafschärfend schlug laut Sprecher unter anderem zu Buche, dass sie mit den Taten das Ansehen der Justiz beschädigte.

Y.Destro--PV

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