Pallade Veneta - Erdogan verspricht "starke" Türkei bei Wiederwahl

Erdogan verspricht "starke" Türkei bei Wiederwahl


Erdogan verspricht "starke" Türkei bei Wiederwahl
Erdogan verspricht "starke" Türkei bei Wiederwahl / Foto: Adem ALTAN - AFP

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seinen Landsleuten für den Fall seiner Wiederwahl eine "starke" und "hoffentlich von den Spuren des Erdbebens befreite" Türkei in Aussicht gestellt. Die Türkei habe keine andere Möglichkeit, als "stark zu bleiben und ihre Macht auszubauen, um nicht wieder unter das Joch der politischen und wirtschaftlichen Sklaverei zu geraten", sagte der Präsident am Dienstag bei einer Wahlkampfrede vor tausenden Anhängern und Parteifunktionären in einer Sporthalle in Ankara.

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"So Gott will, werden wir die Spuren des Erdbebens vom 6. Februar bald beseitigen", sagte Erdogan in seiner eineinhalbstündigen Rede, die live im Fernsehen übertragen wurde, und verkündete, der Wiederaufbau der durch das Beben mit zehntausenden Toten verwüsteten Provinzen sei seine "Priorität".

In der Türkei werden am 14. Mai sowohl ein neuer Präsident als auch ein neues Parlament gewählt. Erdogan und seine konservativ-islamische Regierungspartei AKP streben eine Wiederwahl an.

Erdogan, der seit 20 Jahren an der Macht ist - zunächst als Premierminister und später als Präsident - sagte mit Blick auf den fehlgeschlagenen Putsch von 2016, er wolle die Türkei "von Putschisten und Imperialisten" befreien. Die gesamte muslimische Welt warte darauf, "zu sehen, was am 14. Mai passiert", sagte Erdogan.

Der 69-Jährige hat in den vergangenen Monaten den Zorn zahlreicher Türken auf sich gezogen. Viele Bürger machen Erdogan für die Wirtschaftskrise und die hohe Inflation verantwortlich. Auch sein Krisenmanagement nach dem Erdbeben wird scharf kritisiert.

Laut Umfragen könnte es für den Amtsinhaber bei der Wahl in rund einem Monat sehr knapp werden. Einigen Prognosen zufolge könnte der Kandidat des Oppositionsbündnisses, Kemal Kiliçdaroglu, aus einer Stichwahl als Sieger hervorgehen - falls im ersten Wahldurchgang keiner der Kandidaten die erforderlichen mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht.

O.Mucciarone--PV

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