Pallade Veneta - USA wollen Verbündete nach Durchsickern von Geheimdienstdokumenten beruhigen

USA wollen Verbündete nach Durchsickern von Geheimdienstdokumenten beruhigen


USA wollen Verbündete nach Durchsickern von Geheimdienstdokumenten beruhigen
USA wollen Verbündete nach Durchsickern von Geheimdienstdokumenten beruhigen / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Nach dem Durchsickern von US-Geheimdokumenten unter anderem zur militärischen Lage in der Ukraine versucht die US-Regierung, ihre Verbündeten zu beruhigen. Washington habe darüber in den vergangenen Tagen mit Partnern gesprochen, sagte US-Außenminister Antony Blinken am Dienstag (Ortszeit). Dabei sei es auch darum gegangen, ihnen "unser eigenes Engagement für den Schutz geheimdienstlicher Erkenntnisse" zu versichern. Unteressen wurde bekannt, dass US-Geheimdienste einem Medienbericht zufolge Zweifel am Erfolg einer möglichen Gegenoffensive der Ukraine gegen haben.

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US-Außenminister Blinken wollte sich am Dienstag nicht zu Echtheit und Inhalt der durchgesickerten Dokumente äußern. Er sagte jedoch, er habe mit seinem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba gesprochen und die "anhaltende Unterstützung" der USA "für die Ukraine und ihre Bemühungen, ihre territoriale Integrität, ihre Souveränität und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen", bekräftigt.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, er habe sich mit seinem ukrainischen Kollegen Oleksij Resnikow ausgetauscht. Die Ukraine verfüge über "viele der Fähigkeiten, die sie braucht, um weiterhin erfolgreich zu sein", sagte Austin daraufhin.

Austin bekräftigte, Washington nehme das Durchsickern der Geheimdokumente "sehr ernst". "Wir arbeiten weiterhin eng mit unseren Verbündeten und Partnern zusammen", sagte er und ergänzte, die fraglichen Dokumente seien auf den 28. Februar und den 1. März datiert.

Der US-Verteidigungsminister sagte weiter, er habe mittlerweile eine interne Untersuchung zu dem Vorfall angeordnet. Austin verwies zudem auf die strafrechtlichen Ermittlungen, die das Justizministerium eingeleitet hat.

In den vergangenen Tagen war auf mehreren Online-Plattformen eine Reihe von Dokumenten aufgetaucht. Sie sollen unter anderem geheime Informationen über den Kampf der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg auf das Land enthalten.

Die US-Geheimdienste äußerten einem Medienbericht zufolge auch Zweifel am Erfolg einer möglichen Gegenoffensive der Ukraine. Eine solche Offensive könnte nur "eingeschränkte territoriale Gewinne" erzielen, heißt es der "Washington Post" zufolge in einem der geheimen US-Dokumente.

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Berichte über eine für das Frühjahr geplante ukrainische Gegenoffensive. Allerdings wird in dem mutmaßlichen US-Geheimdienstdokument gewarnt, dass es "fortdauernde ukrainische Rückstände" bei der Ausbildung der Soldaten und bei der Munitionsversorgung gebe. Außerdem seien die russischen Truppen schlagkräftig. Dies alles zusammen werde ukrainische "Fortschritte einschränken und die Verluste während der Offensive verstärken", heißt es den Angaben zufolge in dem Geheimdienstbericht.

Ein anderes von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenes Dokument, dessen Echtheit zunächst nicht bestätigt werden konnte, listet detailliert den offenbar schlechten Zustand der ukrainischen Luftverteidigung auf. Laut dem auf Februar datierten Dokument bestehen 89 Prozent der ukrainischen Mittel- und Langstrecken-Luftabwehr aus alten sowjetischen Systemen, für die es bald nicht mehr genug Raketen geben dürfte.

In einem weiteren durchgesickerten Dokument, über das die "Washington Post" berichtete, heißt es, der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi habe die Produktion von 40.000 Raketen zur Lieferung an Russland angeordnet. Er habe Beamte angewiesen, es geheim zu halten, "um Probleme mit dem Westen zu vermeiden".

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus, John Kirby, dementierte den Bericht. Es gebe "keine Hinweise darauf, dass Ägypten tödliche Waffen an Russland liefert".

Die geheimen US-Regierungsdokumente waren nach und nach auf Online-Plattformen wie Discord, Telegram und Twitter aufgetaucht. Nach Informationen der "New York Times" wurden sie über pro-russische Kanäle verbreitet. Ein großer Teil der Dokumente bezieht sich auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

A.Tucciarone--PV

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