Pallade Veneta - Brasiliens Präsident Lula zu Staatsbesuch in Peking eingetroffen

Brasiliens Präsident Lula zu Staatsbesuch in Peking eingetroffen


Brasiliens Präsident Lula zu Staatsbesuch in Peking eingetroffen
Brasiliens Präsident Lula zu Staatsbesuch in Peking eingetroffen / Foto: Ken Ishii - POOL/AFP

Vor dem Hintergrund brasilianischer und chinesischer Initiativen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ist Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zu einem Staatsbesuch in Peking eingetroffen. Der Linkspolitiker wurde am Freitagnachmittag feierlich von Chinas Staatschef Xi Jinping auf dem rotem Teppich vor der Großen Halle des Volkes in Peking begrüßt, wo eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder spielte.

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China und Brasilien teilten "umfangreiche gemeinsame Interessen", erklärte Xi bei einem anschließenden Treffen der beiden Politiker am Freitag laut einer von Staatsmedien verbreiteten Mitteilung des chinesischen Außenministeriums. Demnach haben aus Xis Sicht die Beziehungen zwischen beiden Ländern "hohe diplomatische Priorität".

China ist Brasiliens wichtigster Handelspartner, das Handelsvolumen zwischen beiden Staaten belief sich im vergangenen Jahr auf 150 Milliarden Dollar. Die Entwicklung Chinas schaffe neue Chancen für Brasilien, sagte Xi am Freitag.

Bei den Gesprächen zwischen Lula und Xi sollte es um eine Stärkung der Handelsbeziehungen gehen, aber auch um Vermittlungsmöglichkeiten im Ukraine-Krieg. Beide Länder haben jeweils eigene Initiativen für ein Ende der Gewalt vorgelegt. So strebt Brasilien die Bildung einer Gruppe von Staaten an, die im Konflikt vermitteln sollen. In diesen Bemühungen betrachtet Lula Peking als wichtigen Partner.

Zudem schlug der brasilianische Staatschef der Ukraine im Gegenzug für Frieden mit Russland die Aufgabe der 2014 an Russland annektierten Krim vor - was Kiew unter Verweis auf die "Achtung der Souveränität und der vollständigen Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine" zurückwies.

China hatte seinerseits im Februar ein als "Friedensplan" für die Ukraine bezeichnetes Papier vorgelegt. Westliche Staats- und Regierungschefs erachten es jedoch auch angesichts der politischen Nähe Chinas zu Russland als wenig glaubwürdig.

Lula strebt überdies eine Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Brasilien und China an, die unter seinem rechtsradikalen Vorgänger Jair Bolsonaro stark gelitten hatten. Ursprünglich sollte Lula bereits Ende März nach China reisen, der Plan wurde aber wegen einer "leichten Lungenentzündung" verschoben.

R.Zarlengo--PV

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